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Hydration beim Pferd: im Alltag - im Training und am Turnier. Bedarf, Qualität und Management an heißen Turniertagen.... Infos & Fakten... kurz und kompakt!

Eine ausreichende Wasserversorgung ist für unsere Sportpartner, die Pferde, essenziell, insbesondere unter Belastung und bei hohen Temperaturen. Der Flüssigkeitshaushalt beeinflusst nicht nur die Thermoregulation, sondern auch Kreislauf, Verdauung und Leistungsfähigkeit.

Bereits geringe Flüssigkeitsdefizite können die Leistungsfähigkeit messbar reduzieren.

Wasserbedarf eines Pferdes
Der tägliche Bedarf ist abhängig von Körpergewicht, Fütterung (z. B. Heu vs. frisches Gras), Umgebungstemperatur und Aktivität:

  • In Ruhe: etwa 5–10 Liter pro 100 kg Körpergewicht
    → ein 500-kg-Pferd benötigt ca. 25–50 Liter täglich
  • Bei Hitze, Transport oder sportlicher Belastung: häufig 60–80 Liter oder mehr
  • Schweißverluste können bei intensiver Arbeit 10–15 Liter pro Stunde erreichen, begleitet von erheblichen Elektrolytverlusten (v. a. Natrium, Chlorid, Kalium) Betreffend der Gabe von Elektrolyten, sollten sich Pferdebesitzer mit dem Tierarzt absprechen.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass schon ein Flüssigkeitsverlust von 2–3 % des Körpergewichts zu Leistungseinbußen führt, während höhere Defizite das Risiko für Hitzestress und Kreislaufprobleme deutlich erhöhen.

Besonderheiten am heißen Turniertag
Turniersituationen bringen mehrere Risikofaktoren zusammen: Transportstress, ungewohnte Umgebung, hohe Temperaturen und körperliche Belastung. Daher ist ein vorausschauendes Management entscheidend:

  • Hydration beginnt bereits vor dem Turnier: Pferde sollten gut hydriert anreisen
  • Regelmäßige Wasseraufnahme ermöglichen, auch zwischen Prüfungen
  • Pausen im Schatten einplanen
  • Nach Belastung gezielt Rehydrierung fördern (Wasser + Elektrolyte)
  • Beobachtung des individuellen Trinkverhaltens – manche Pferde trinken aus Nervosität deutlich weniger

Wichtiger Hitzetipp: aktives Abkühlen durch Abspritzen
An heißen Tagen ist das nasse Abspritzen mit Wasser eine der effektivsten Maßnahmen zur Temperaturregulation.

Pferde können Wärme nur eingeschränkt über Schwitzen und Atmung abgeben. Abgespritzt sollte wie folgt werden.

  • Große Muskelgruppen (Hals, Brust, Rücken, Beine) mit kühlem Wasser abspritzen
  • Danach Wasser nicht sofort abziehen, sondern verdunsten lassen – das entzieht dem Körper effektiv Wärme
  • Bei Bedarf den Vorgang mehrfach wiederholen
  • Besonders nach Arbeit oder bei stehender Hitze im Stall oder Transportbereich sinnvoll
    Diese Methode hilft nicht nur bei der Kühlung, sondern unterstützt indirekt auch die Hydration, da Hitzestress den Wasserverlust reduziert.

Praxis-Tipp: Akzeptanz von „fremdem“ Wasser verbessern
Viele Pferde verweigern auf Turnieren das Trinken, weil Wasser anders riecht oder schmeckt. Ein bewährter Trick aus der Praxis:

  • Bereits zu Hause regelmäßig Wasser mit einem kleinen Schuss Apfelsaft anbieten
  • Das Pferd daran gewöhnen, aus Kübeln in der Box zu trinken (nicht nur aus Selbsttränken)
  • So wird der leicht süßliche Geschmack mit „vertrautem“ Wasser verknüpft
  • Auf dem Turnier kann derselbe Zusatz helfen, die Trinkbereitschaft deutlich zu erhöhen

Wichtig: Der Zusatz sollte immer gering dosiert sein und frühzeitig trainiert werden – nicht erst am Turniertag einführen.

Anforderungen an das Wasser

  • Frisch, sauber und geruchsfrei
  • Keine sichtbaren Verunreinigungen
  • Ideale Temperatur: 8–15 °C (nicht eiskalt)
  • Möglichst vertraute Quelle oder Geschmack
  • Ständiger Zugang – kein rationiertes Tränken

Dehydration erkennen

  • Verzögerte Rückbildung einer Hautfalte
  • Trockene oder klebrige Schleimhäute
  • Verlängerte Kapillarfüllzeit (>2 Sekunden)
  • Mattigkeit, reduzierte Leistungsbereitschaft
  • Eingefallene Augen
  • Dunkler, konzentrierter Urin

Im fortgeschrittenen Stadium drohen Koliken, Muskelprobleme oder Hitzschlag.

Erste Hilfe bei Dehydration oder Hitzestress

  • Pferd sofort in den Schatten bringen
  • Belastung beenden, Ausrüstung entfernen
  • Aktiv kühlen durch Abspritzen mit Wasser (Hals, Brust, große Muskelgruppen), ggf. wiederholt
  • Frisches Wasser anbieten, ggf. mit bekanntem Geschmack
  • Elektrolyte zuführen, wenn das Pferd trinkt
  • Bei schweren Symptomen: sofort Tierarzt kontaktieren (Infusion möglich)

Fazit
Ein durchdachtes Hydrations- und Hitzemanagement ist entscheidend für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Sicherheit des Pferdes an heißen Turniertagen. Wer vorbereitet ist und schnell reagiert, reduziert Risiken deutlich.

Cool bleiben – Prost... für Dein Pferd und Dich! 

Alle Angaben und Informationen sind recherchiert, ohne Gewähr.

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