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Die Vierspännerfahrer und ihre Pferde sind bereit: Ein starkes Starterfeld geht ab morgen zunächst in der Dressur an den Start, am Samstag folgt die rasante Marathonprüfung, bevor die Entscheidung am Sonntag im Kegelfahren fällt. Die Favoriten sind mit großen Ambitionen in den Allianz Park gekommen.

Es herrscht reges Treiben – Zelte werden aufgeschlagen, Pferde versorgt, Kutschen fahren vorbei. Das Fahrerlager versprüht ein ganz besonderes Flair, die Vierspännerfahrer leben hier in den Tagen der FEI World Championships Aachen 2026 in ihrer eigenen Welt. Mittendrin spannt einer sein Pferd an, der seiner Sammlung in Aachen einen weiteren Titel hinzufügen will: Boyd Exell, siebenfacher Weltmeister.

„Mir geht es wirklich gut. Meine Pferde sind sehr stark und sehr motiviert, ihr Bestes für mich zu geben“, erzählt der Australier, der mit der Soers noch eine Rechnung offen hat: 2006 hatte ihn eine Verletzung kurz vor dem Championat gestoppt, 20 Jahre später möchte er nun den Weltmeistertitel in Aachen gewinnen. Seine Strategie? „Wir sind selbstbewusst, bleiben aber mit beiden Füßen auf dem Boden. Wir wollen einfach jede Phase nach der anderen angehen und dann sehen wir, was das Ergebnis am Ende der Woche sein wird.“

Die Voraussetzungen könnten kaum besser sein, sowohl im Stadion 2, wo mit dem Feinkost Käfer-Preis die Dressurprüfung und am Sonntag das abschließende Kegelfahren im Preis der Event Rent GmbH stattfinden, als auch auf der Geländestrecke, die die Bühne für den beliebten Marathon im Preis der schwartz Gruppe bildet. „Das Stadion sieht mit all den Tribünen fantastisch aus, ich bin sehr beeindruckt. Und die Marathonstrecke hat wie gewohnt einen sehr hohen Standard“, lobt Boyd Exell.

Zu den Top-Favoriten gehört auch Bram Chardon, Europameister und Weltcup-Sieger aus den Niederlanden. „Der Masterplan steht fest: Das Ziel ist der Sieg“, lässt Chardon keinen Zweifel daran, dass er mit großen Erwartungen in den Allianz Park gereist ist. Sowohl die Einzel-Goldmedaille als auch ein Sieg in Aachen fehlen ihm in seiner Titelsammlung noch – diese Woche will er beides gleichzeitig abhaken. „Aber es gibt so viele herausragende Kutschfahrer, die genauso gut vorbereitet sind wie ich.“ Der Niederländer erwartet nicht weit von seiner Heimat entfernt ein riesiges Publikum und eine einzigartige Kulisse. „Die Pferde sind bereit und in Topform, das wird eine spektakuläre Woche“, freut er sich auf die Prüfungen.

Deutsches Team mit Medaillenambition

Gleiches gilt für Anna Mareike Meier, Rene Poensgen, Anna Sandmann, Christoph Sandmann und Georg von Stein, die die deutschen Farben vertreten. „Die Konkurrenz ist unheimlich stark, aber die Mannschaftsmedaille ist unser Ziel“, sagt Anna Mareike Meier, die bei Weltmeisterschaften bereits zweimal Silber und einmal Gold mit der Mannschaft gewonnen hat. Welche Bedeutung die Heim-WM für sie hat, lässt sich an ihrer Dankbarkeit für einen der begehrten Startplätze feststellen: „Hier dabei zu sein, war seit langer Zeit unser Ziel, seit vier Jahren arbeiten wir darauf hin.“ Ihre Pferde seien in Topform und sie könne es kaum erwarten, endlich an den Start zu gehen. „Aachen ist jedes Jahr aufregend und etwas Besonderes, aber dieses Jahr nochmal deutlich mehr.“

PA

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