Eine Veranstaltung mit Vorbildcharakter
Fahren mit Pferden und Ponys soll möglichst vielen Menschen offenstehen – unabhängig von körperlichen, sensorischen, kognitiven oder psychischen Beeinträchtigungen. Der Informationstag der Reit- und Kutschenfreunde Landsweiler-Reden zeigte eindrucksvoll, wie Inklusion im Fahrsport gelebt werden kann und welche Chancen diese besondere Disziplin für Menschen unterschiedlichster Voraussetzungen bietet.
Wie vielfältig, faszinierend und inklusiv der Fahrsport sein kann, zeigte eindrucksvoll der Informationstag zum Fahren mit Pferden und Ponys der Reit- und Kutschenfreunde Landsweiler-Reden am 14. Juni 2026.
Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, diese besondere Pferdesportdisziplin näher kennenzulernen und selbst erste praktische Erfahrungen zu sammeln.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Deutsche FEI Parafahrerin Ivonne Hellenbrand, die gemeinsam mit ihrem Haflinger Herman, Minishetlandpony Schoko und ihrem engagierten Team den Fahrsport aus unterschiedlichsten Perspektiven präsentierte. Mit viel Fachwissen, Leidenschaft und Herzblut vermittelte sie den Gästen die Grundlagen des Fahrens mit Pferden und Ponys sowie die besonderen Möglichkeiten des Para-Fahrsports.
„Wer Menschen die Möglichkeit gibt, das Fahren mit Pferden und Ponys selbst zu erleben, legt den Grundstein für die Fahrsportgeneration von morgen“, betonte Hellenbrand.
Besonders die jungen Besucher kamen voll auf ihre Kosten. Am Fahrlehrgerät konnten sie erste Erfahrungen mit den Leinen sammeln, bevor sie beim Fahren vom Boden mit Pony Schoko selbst aktiv werden durften. Die Begeisterung war deutlich spürbar. Für viele war es die erste Begegnung mit dem Fahrsport – und sicherlich nicht die letzte. Auch Kutschfahrten sorgten für strahlende Gesichter und bleibende Erinnerungen.
Neben den praktischen Angeboten entwickelte sich ein reger Austausch zwischen Gästen, Pferdefreunden und Organisatoren. Themen wie Pferdeausbildung, Sicherheitsaspekte, der Weg zum Fahrsport sowie die Möglichkeiten für Menschen mit Behinderung standen dabei im Mittelpunkt zahlreicher Gespräche.
Die Reit- und Kutschenfreunde Landsweiler-Reden erwiesen sich als hervorragende Gastgeber und schufen eine Atmosphäre, in der sich alle Besucher willkommen fühlten. Das positive Echo der Teilnehmer zeigte eindrucksvoll, wie groß das Interesse an niedrigschwelligen Angeboten rund um den Fahrsport ist.
Eine Aktion, die Maßstäbe setzt
Aus Sicht von Hippoevent Para Spotlight verdient diese Veranstaltung besondere Anerkennung.
Mit unserer internationalen Initiative haben wir uns bisher vor allem dem Para-Fahrsport im Turnierbereich gewidmet und die Leistungen von Para-Fahrerinnen und Para-Fahrern auf nationaler und internationaler Ebene sichtbar gemacht. Künftig möchten wir jedoch einen weiteren wichtigen Schwerpunkt setzen: die Förderung des Para-Fahrsports im Freizeitbereich.
Denn die Zukunft des Para-Fahrsports entsteht nicht ausschließlich auf Turnierplätzen. Sie beginnt dort, wo Menschen erstmals die Möglichkeit erhalten, Pferde und Ponys zu erleben, Vertrauen aufzubauen und die Freude am Fahren zu entdecken.
Nicht jeder Mensch mit Behinderung möchte oder kann Turniersport betreiben. Die wertvolle Freizeitbeschäftigung mit Pferden und Ponys sollte jedoch möglichst vielen offenstehen. Gerade im Freizeitbereich können deutlich mehr Menschen die positiven Erfahrungen des Fahrens erleben, als dies im leistungsorientierten Sport möglich ist.
Hinzu kommt, dass die internationalen Klassifizierungsregelungen im Para-Fahrsport vergleichsweise streng sind und viele Interessierte keinen Zugang zum Turniersport finden. Umso wichtiger ist es, attraktive Freizeitangebote zu schaffen, die unabhängig von sportlichen Ambitionen genutzt werden können.
Nur eine breite und stabile Basis kann langfristig eine positive Entwicklung des Para-Fahrsports ermöglichen. Aus einer starken Gemeinschaft von Freizeitfahrern können später auch neue Turnierfahrer hervorgehen. Gleichzeitig profitieren alle Beteiligten von den positiven Effekten des Umgangs mit Pferden: Selbstvertrauen, Mobilität, soziale Kontakte und gemeinsame Erlebnisse.
Genau deshalb sind Veranstaltungen wie jene in Landsweiler-Reden im Juni 2026 so wertvoll.
Chapeau für dieses Engagement!
Unser besonderer Dank gilt den Reit- und Kutschenfreunden Landsweiler-Reden sowie Ivonne Hellenbrand und ihrem gesamten zwei- und vierbeinigen Team. Mit ihrem Einsatz zeigen sie eindrucksvoll, wie Inklusion im Pferdesport gelebt werden kann und wie neue Menschen für den Fahrsport begeistert werden.
Solche Initiativen sind nachahmenswert und ein wichtiger Baustein für die Zukunft des Fahrens mit Pferden und Ponys.
Denn die Begeisterung neuer Menschen für den Fahrsport und den verantwortungsvollen Umgang mit Pferden ist eine der wichtigsten Grundlagen für dessen erfolgreiche Zukunft – insbesondere für die weitere Entwicklung und Förderung des Fahrens mit Pferden und Ponys für Menschen mit körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen.
Hippoevent sagt: Chapeau!
Quelle Presseaussendung
























