instagram INSTAGRAM        facebook FACEBOOK        youtube YOUTUBE

zum Event @ sport.info

Nummer 5 - 23. August 2026 

Anna Sandmann als beste Deutsche auf Rang sechs

Nicht unzufrieden mit ihren Leistungen, aber doch etwas enttäuscht vom Gesamtergebnis sind die deutschen Fahrer und Fahrerinnen von ihrem vierten Platz bei der Weltmeisterschaft in Aachen. Erklärtes Ziel war ein Platz auf dem Treppchen, am Ende wurde es Platz vier für Christoph und Anna Sandmann und Mareike Meier.

Dabei lieferten sowohl die Mannschafts- wie auch die Einzelfahrer solide Vorstellungen. Das spiegelten auch die Resultate der Kombinierten Prüfung wider, in der Anna Sandmann mit Rang sechs (165,48 Punkte) die beste Platzierung aus deutscher Sicht errang. Wichtiger Grundstein dafür war ihre gute Dressurleistung (Rang vier) am Freitag. „Ich war ein bisschen aufgeregt, weil ich nicht wusste, wie meine Pferde die Atmosphäre im Stadion aufnehmen, denn es war sehr laut da drin. Aber die Pferde waren super bei mir und waren sehr konzentriert“, sagte sie nach ihrer Dressurvorstellung. „Auch im Marathon waren sie fantastisch, da bin ich zu Anfang vielleicht etwas vorsichtig gefahren und habe etwas Zeit liegen gelassen“, so bewertet sie ihre Fahrt im Gelände (Rang 13). Das Kegelfahren absolvierten Cobra, Fantast, Iwan und Musketier ohne Abwurf, lediglich acht Strafsekunden kamen auf das Punktekonto (Rang 8). „Zwischen Hindernis zwei und drei gab es eine kleine Irritation mit meinen Pferden, das hat sicher etwas Zeit gekostet. Wir mussten erst wieder den richtigen Rhythmus finden, danach lief es rund“, erklärt sie.

Auf dem achten Platz beendete Mareike Meier die Weltmeisterschaft (168,87). Nach der Dressur lag sie auf Rang sechs, ein richtiger guter Marathon der Dressurspezialistin folgte (Platz 11), so dass sie ihren sechsten Platz in der Einzelwertung halten konnte. Nicht ganz erfüllt wurden ihre Erwartungen an das Kegelfahren: Friedolin, Racciano, Zalando und Zazou bewältigten die ersten zwei Drittel des Parcours flüssig und fehlerlos, im letzten Drittel fielen dann leider noch zwei Bälle. Dazu kamen Zeitfehler, damit rutschte die in Aachen schon so oft hochdekorierte Fahrerin aus Holstein auf Platz acht in der Gesamtwertung. „Das fing auch richtig, richtig gut an und dann haben wir die blöden Fehler – zwei Bälle ganz zum Schluss gehabt – das war natürlich super ärgerlich“, sagte sie nach ihrer Runde im Kegelparcours.

Der dritte deutsche Teamfahrer Christoph Sandmann hatte sich mehr erhofft von seinem Abschneiden bei der Weltmeisterschaft. Als Vize- Europameister stellt er auch und gerade an sich selbst einen hohen Anspruch. Zwar beendete auch er die Dressur (Rang 9) und den Marathon (Rang 15) mit respektablen Ergebnissen, allerdings unterliefen ihm im Kegelfahren gleich drei Abwürfe und dann musste er auch noch Zeitfehler hinnehmen (Platz 26). Am Ende landete er auf Platz 13 (181,22).

Bundestrainer Karl-Heinz Geiger zog Bilanz nach der WM: „Alle Fahrer haben sehr ordentliche Leistungen geliefert. Wir hatten keinen Ausfall. Aber eben auch kein Highlight, und das braucht man, wenn man vorne stehen will. In der Dressur sind wir sehr gut aufgestellt, im Gelände fehlt uns allerdings ein Spitzengespann. Dort müssen wir uns wieder verbessern, dann stehen wir auch wieder auf dem Treppchen.“

Neben den drei Teamfahrerin gingen auch zwei Einzelfahrer für Deutschland an den Start. Georg von Stein aus Modautal in Hessen beendete die WM auf dem zwölften Platz in der Gesamtwertung (175,68). Er war voll des Lobes über seine Pferde Darco, Javiro, Jerco und Playboy, die er im Kegelfahren angespannt hatte. Im Marathon schwärmt er vor allem von Nachwuchspferd Oxford Turhorst – genannt Don, der im Gelände wesentlich dazu beigetragen hat, dass es Platz sieben in dieser Prüfung wurde.

Für den zweiten deutschen Einzelfahrer René Poensgen fand die Weltmeisterschaft sozusagen in der Nachbarschaft statt, er wohnt in Eschweiler. „Für mich ist alles richtig gut gelaufen“, äußert er sich sehr zufrieden nach der letzten Prüfung. „Ich habe im Vorfeld gesagt, ich möchte hier eine Dressur unter 50 fahren, das ist mir gelungen (Rang 15), den Marathon ohne Fehler beenden und im Kegelparcours fehlerfrei bleiben“, sagte er. Im Kegelparcours lief es dann nicht optimal – zwei Abwürfe plus Zeitfehler. „Es war schon sehr schwer, aber eben auch einer Weltmeisterschaft würdig, es war dann mit der Zeit doch schwieriger als gedacht.“ Am Ende wurde es Platz 18 für ihn in der Kombinierten Wertung und er war völlig begeistert von der WM: „Ich weiß gar nicht, wie ich das in Wort fassen soll, das war schon sehr sehr cool hier, unser Team war super, die Pferde waren super, die haben jeden Tag ihren Job gemacht, wir hatten perfektes Wetter, die Zuschauer hier sind unbeschreiblich, so viel Applaus wie man hier bekommt, sogar schon auf der Strecke im Gelände gestern und dann heute noch der Abschluss heute in diesem Stadion.“

Ihre 13. Goldmedaille bei Weltmeisterschaften errangen die Fahrer aus den Niederlanden (315,13), bei jeder WM war Ijsbrand Chardon im Team. In diesem Jahr wieder zusammen mit seinem Sohn Bram und Koos de Ronde. Die Australier Boyd Exel und Tor van den Berge errangen die Silbermedaille (317,25). Eine besondere Leistung, weil die Fahrer aus Down Under immer nur zu zweit antreten und deshalb kein Streichergebnis verbuchen können. Bronze gewann das Team aus Belgien (325,52).

Zum achten Mal wurde Boyd Exell Weltmeister der Vierspännerfahrer. Seit 2010 gewinnt der Australier in Folge den Titel, er ist im Fahrsport das Maß aller Dinge. Mit der Silbermedaille fährt der Belgier Dries Degrieck nach Hause (148,85). Bronze ging an den US-Amerikaner Chester Weber (156,77)

 

 

Erfolgreicher Geländetag in der Aachener Soers - Deutsches Vierspänner-Team auf Rang vier nach dem Gelände

GER-FN-4

Nummer 4 - 22. August 2026 

Wie schon beim CHIO ist auch bei der WM der Marathon der Vierspänner ein Zuschauermagnet in der Aachner Soers. Ganze Menschenströme schoben sich zwischen den acht Hindernissen hin- und hier. Das deutsche Vierspännerteam mit Mareike Meier und Christoph und Anna Sandmann führte nach der Dressur, fiel jetzt auf Rang vier zurück, dennoch zeigten alle starke Leistungen in der WM-Geländeprüfung. Als dritte Teilprüfung der Vierspänner-WM steht am Sonntag noch das Kegelfahren auf dem Programm, danach werden die Einzel- und Mannschaftsmedaillen vergeben.

„Es war schon ein schwerer Marathon, sehr anspruchsvoll. Unsere Fahrer haben sich soweit tapfer geschlagen. Uns fehlt natürlich ein bisschen unser Marathon-Spezialist Michael Brauchle, der in diesem Jahr verzichten musste, weil ein Pferd nicht ganz fit war. Aber wir sind noch guter Hoffnungen, denn alle drei in unserem Team sind sehr gute Kegelfahrer, daher schauen wir positiv auf morgen, so dass wir auf alle Fälle nochmal aufs Stockerl kommen", sagte der Bundestrainer Karl-Heinz Geiger aus Bayern, der sein Team gerne morgen auf dem Podium sehen möchte.

Als erstes Teammitglied startete Christoph Sandman, er fuhr eine sichere Runde. „Ich wäre gerne ein bisschen schneller gefahren, aber ich hatte eine Umstellung in meinem Gespann, das konnte ich heute merken, dass mir mit Don ein sicheres, erfahrenes Pferd gefehlt hat und hatte daher nicht ganz so das hohe Tempo fahren konnte. Aber ich bin sauber durch, kein Ball, keine Extravolten, eigenlich alles gut gelaufen“, so sein Fazit nach seiner Geländerunde. Nach seinem neunten Platz in der Dressur, Platz 15 im Gelände, liegt er nun auf Rang elf der kombinierten Wertung.

Der zweiten Teamfahrerin Mareike Meier unterlief auch kein Fehler im Marathon. Die Dressurspezialistin aus Schleswig-Holstein hatte in der Dressur Platz sechs belegt und konnte nach Platz elf im Gelände ihren sechsten Platz in der kombinierten Wertung halten. „Die Pferde liefen fantastisch, die haben sich schon auf dem Abfahrplatz ganz toll angefühlt, es hat richtig Spaß gemacht heute. Der Boden war sehr gut, außer im sechsten Hindernis, da war der Boden vielleicht etwas tiefer, aber ansonsten waren die Böden wieder top präpariert und es ließ sich alles gut fahren“, sagte sie im Ziel.

Nachdem ihre Teamkameraden sicher und gut im Ziel waren, lastete nicht ganz so viel Druck auf Anna Sandmann, als die im letzten Drittel des Starterfeldes auf die Reise ging. „Ich war vielleicht am Anfang etwas zu vorsichtig, bin dann im Laufe der Fahrt ja immer mutiger geworden“, erklärte sie im Ziel. Sie belegt in der Zwischenwertung nach Rang vier in der Dressur und Rang 13 im Gelände nun Platz fünf in der Zwischenwertung – direkt vor Teamkollegin Mareike Meier.

In der Teamwertung rutschte das deutsche Trio auf Rang vier (316,69). Vorne stehen die Fahrer aus Australien (308,06), die nur zu zweit am Start sind und daher kein Streichergebnis haben, allerdings gehört auch der Multi-Champion, Weltmeister und Führender der Einzelwertung Boyd Exell zum Team. Zweite sind aktuell die Niederländer (310,37) vor den Belgiern (310,82). Für einen gefallenen Ball werden beim Kegelfahren drei Bälle gewertet, die Teams liegen also dicht beieinander und eine Medaille ist auch für die deutsche Mannschaft noch erreichbar.

Besonders gut lief die Geländeprüfung auch für Georg von Stein. Der Hesse aus Modautal ist als Einzelfahrer mit seinen Pferden Darco, Javiro, Jerco, Playboy und Oxford Turfhorst – genannt Don - bei der WM am Start. „Wir haben das ganze Jahr daraufhin gearbeitet, dass wir Don so weit in Schuss haben, dass er gezeigt hat, dass er das hier machen kann und er hat das so toll gemacht, die Pferde sind alle so spitze gelaufen, die ließen sich so gut fahren, und dann macht es Spaß und dann geht’s auch schnell“, freute er sich besonders über die Leistung seines Nachwuchspferdes Don. Georg von Stein wird Siebter im Gelände und verbessert sich damit auf Rang 13 in die Kombinierte Wertung.

Ebenfalls als Einzelfahrer am Start ist auch Rene Poensgen. Der Lokalmatador aus Eschweiler, für den Fans aus der Nachbarschaft mit Bus angereist sind, war auch gut zufrieden. „Es war super, aber es war sehr sehr schwer, aber die Hindernisse ließen sich top fahren, die Zuschauer hier sind naütrlich weltklasse, die feuern einen schon an, da ist man grad mal losgefahren und noch nicht mal in einem Hindernis, es war einfach toll!“. Er liegt nach Platz 15 in der Dressur und Platz 17 im Gelände auf Rang 16 der Zwischenwertung.

In der Einzelwertung führt der Australier Boyd Exell vor dem Belgier Dries Degrieck und dem US-Amerikaner Chester Weber. Das Kegelfahren der Vierspänner startet am Sonntag um 8.30 Uhr. 

 

Deutsches Team übernimmt Führung - Anna Sandmann mit starkem Dressurauftritt

GER-FN-3

Nummer 3 - 21. August 2026 

Die deutschen Fahrer und Fahrerinnen haben richtig abgeliefert, sie übernehmen die Führung in der Mannschaftswertung. Zwischenzeitlich wurde allerdings das Dressurergebnis von Mareike Meier aus der Wertung genommen.

Es gab eine Unstimmigkeit hinsichtlich der Ausrüstung bei einem ihrer Pferde, die deutsche Teamführung legte Einspruch ein und bekam Recht. Die deutsche Mannschaft war wieder vorne, denn Mareike Meiers 40,99 Punkte zählten.

Das beste deutsche Ergebnis lieferte Anna Sandmann. Am zweiten Tag der Dressurprüfung im Aachener Fahrstadion stellte sie Fantast, Harley, Iwan und Musketier als letzte deutsche Starterin sicher, präzise und mit vielen Höhepunkten vor. Ihr Ergebnis: 38,52 Strafpunkten.

Das bedeutet Platz vier für die 29-jährige Emsländerin und die Führung für das deutsche Team, in dem außer ihr und Mareike Meier noch ihr Vater Christoph Sandmann startet. Mit 79,31 Strafpunkten liegt das deutsche Team nach der Dressur vor den Australiern, die 81,17 Punkte auf dem Konto haben, dicht gefolgt von den US-Amerikanern (81,84).

Anna Sandmann musste lange auf ihren Start am Nachmittag warten, gab auch zu, dass sie das etwas nervös gemacht hatte. „Ich war ein bisschen aufgeregt, weil ich nicht wusste, wie meine Pferde die Atmosphäre im Stadion aufnehmen, denn es war sehr laut da drin. Aber die Pferde waren super bei mir und waren sehr konzentriert“, sagte sie nach ihrer Dressurvorstellung.

Mareike Meier durfte schon am Vormittag ihre gute Form unter Beweis stellen. Ihre ausdrucksstarke Vorstellung, bei der G, Racciano, Zalando und Zazou ihre hohe Qualität unter Beweis stellten, wurde von den Richtern mit 40,99 Punkten bewertet, damit liegt sie in der Einzelwertung auf Rang sechs.

„Mareike ist eine fantastische Dressur gefahren. Die Pferde waren sehr gleichmäßig, haben viel Rhythmus gezeigt, viel Gleichmaß und die Übergänge waren ganz toll und die versammelten Lektionen mit viel Ausdruck“, lobte Karl-Heinz Geiger, Bundestrainer der Vierspänner ihre Vorstellung. Leider hatte sie im letzten Schritt ein paar Taktfehler, so dass die Bewertung am Ende doch noch über 40 war, sonst hätte sie eine Drei vorne gehabt und damit wären wir sehr glücklich gewesen“, sagte er.

„Wir sind mit der Mannschaft vorne, das liegt natürlich auch daran, dass Anna und ich Dressurspezialisten sind, morgen kann das sicherlich noch mal einiges durcheinanderwirbeln, aber wir versuchen unseren Platz zu halten“, so die Ansage von Mareike Meier vor dem Gelände.

Die beste Vorstellung des Tages lieferte der US-Amerikaner Chester Weber, der sich mit 30,40 an die Spitze setzte. Damit hatte er sogar Titelverteidiger Boyd Exell geschlagen. Der Australier hat eigentlich so etwas wie ein Abonnement auf das beste Dressurergebnis. Heute musste er sich mit 31,86 auf Platz zwei einordnen. Damit setzte er sich klar vor den Drittplatzierten, den Belgier Dries Degrieck (38,19).

Publikum pusht den Lokalmatador
Rene Poensgen war nach seiner Dressur erleichtert und sehr begeistert: „Unsere Dressur war mega, die Atmosphäre im Stadion ist wirklich super, aber positiv für die Pferde, es war meine beste Dressur dieses Jahr, das ist natürlich super, wenn das auf der WM so klappt, die Zuschauer sind mega, es war ein riesiges Gefühl.“ Er startet in Aachen als eine Art Lokalmatador, er kommt aus Eschweiler aus der Nähe von Aachen und hat Freunde, Familie und viele Fans mit vor Ort. „Es ist natürlich sehr besonders, wenn einen gefühlt die Hälfte der Leute, die hier herumlaufen, kennen und es hat einen auch so ein bisschen gepusht“, sagte er nach seiner Dressur. Er kam auf 49,48 Punkte und erreichte damit sein persönliches Ziel, eine Dressur unter „50“ zu fahren. Mit seinem Ergebnis belegte er am Ende Platz 15 im 54-köpfigen Starterfeld.

Christoph Sandmann und Georg von Stein mit gutem Auftakt
Am ersten Tag der Vierspänner-Dressur waren der erste Teamfahrer Christoph Sandmann und Einzelfahrer Georg von Stein ins Aachener Fahrstadion eingefahren. Georg von Stein hatte – laut Bundestrainer – seine beste Dressur des Jahres gezeigt, die mit 50,51 Punkten bewertet wurde und Platz 16 bedeutete. Auch bei Christoph Sandmann gelang der Auftakt für das deutsche Team. Er landetet mit 44,78 Punkten auf Rang neun.

„Die Hindernisse sind schwer und lang“
Am Samstag steht der Marathon für die Vierspänner auf dem Programm. Um 10 Uhr starten sie in die acht Hindernisse in der Aachner Soers. „Die Hindernisse sind schwer und sehr lang, ich glaube aber, dass der Parcoursbauer Alexander Flocke einen sehr guten Job gemacht hat. Es gibt viele Alternativen, auch für die schwächeren Fahrer, die so auch für sich einen Weg finden können. Ich finde es fair gebaut. Da wird sich die Spreu vom Weizen trennen, aber das ist ja auch normal auf einer Weltmeisterschaft. Die Pferde brauchen viel Kraft, die Hindernisse sind sehr lang, es geht rauf und runter, aber wir sind richtig gut vorbereitet und machen das Beste daraus“, erklärte Rene Poensgen zur Aufgabe am Samstag.

 

Pferdesport Deutschland News - WM Aachen: Starker Auftakt für Christoph Sandmann - Erster Dressurtag für die Vierspänner

FN-Aachen-2

Nummer 2 - 20. August 2026

Die Vierspänner sind als letzte Disziplin bei der WM in Aachen in den Kampf um Medaillen gestartet. Als erster Starter fuhr Georg von Stein in das Fahrstadion der Aachener Soers ein. Beliebt ist diese Startposition nicht, aber der Pferdewirtschaftsmeister aus Hessen, der heute seinen 54. Geburtstag feiert, erledigte seine Aufgabe mit Bravour.

„Das war Georgs beste Dressur des Jahres“, beurteilte Bundestrainer Karl-Heinz Geiger die Leistung. Das Gespann punktete mit gleichmäßiger Anlehnung, Takt und Losgelassenheit. Mit 50,51 Strafpunkten benoteten die Richter seine Vorstellung, das war vielen Zuschauern zu streng bewertet. Georg von Stein selbst ließ die Benotung unkommentiert, war aber sehr zufrieden mit der Leistung seiner Pferde. „Darco, Javiro, Jerco nd Playboy waren ganz toll! Die Atmosphäre hier in Aachen ist schon etwas Besonderes, aber sie waren total fokussiert auf ihre Aufgabe. Es hat viel Spaß gemacht“. Müßig darüber zu spekulieren, ob er zu einem späteren Zeitpunkt milder beurteilt worden wäre, die Vermutung ist allerdings erlaubt.

Georg von Stein ist in Aachen als Einzelfahrer am Start, für das Team starten Mareike Meier, Anna und Christoph Sandmann. Letzterer musste als erster Fahrer für das Team nach der Mittagspause starten. Ihm gelang ein starker Auftritt mit deutlichen Höhepunkten vor allem in den Trablektionen. Relativ neu in seinem Gespann war Stangenpferd Kerro. Eigentlich sollte Don an dieser Position im Gespann gehen, Christoph Sandmanns erfahrenes Stangenpferd, der ihm bei unzähligen Championaten zu Medaillen geholfen hat. Ausgerechnet wenige Tage vor der Weltmeisterschaft wurde Don krank, an einen Einsatz war nicht zu denken. Als Teamkameradin Mareike Meier das hörte, bot sie Kerro an, ihren elfjährigen Wallach, der schon Erfahrung als Stangenpferd in schweren Prüfungen hat. Viel Zeit zum Training blieb nicht mehr, aber Kerro fügte sich wunderbar in das Sandmannsche Gespann ein, der Start in Aachen war gesichert. Die gute Vorstellung des Vize-Europameisters aus Lähden im Fahrstadion mit 44,78 Punkten ist das Ergebnis. Damit setzte sich Christoph Sandmann zunächst an die Spitze. „Das war schon ganz gut heute“, zog er Bilanz. „Aber ich hoffe, dass Anna es morgen noch besser macht!“

Drittletzter Starter im Feld der 27 Bewerber des ersten Dressurtages war der Belgier Dries Degrieck. Er setzte sich mit 38,19 Punkten deutlich an die Spitze und stellte erneut unter Beweis, dass er wie das ganze Jahr in Topform und ein Favorit für den Weltmeistertitel ist. Punktgleich mit Christoph Sandmann (44,78) platzierte sich der Niederländer Ijsbrand Chardon auf Rang zwei.

Am zweiten Dressurtag starten die beiden anderen deutschen Teamfahrer Mareike Meier um 11.03 Uhr und Anna Sandman um 15.12 Uhr. Einzelfahrer Rene Poensgen startet um 13.13 Uhr. Insgesamt sind 54 Vierspänner aus 15 Nationen in Aachen am Start. 

 

Pferdesport Deutschland News - WM Aachen: Alle deutschen Fahrpferde sind fit

FN-Aachen26

Nummer 1 - 19. August 2026

Mareike Meier, Anna und Christoph Sandmann im Team

Auch für die Vierspännerfahrer und -fahrerinnen ist die WM in Aachen gestartet. Heute stand für alle 25 Fahrpferde die Horseinspection an und alle deutschen Vierbeiner sind „fit to compete“. Anschließend gab Bundestrainer Karl-Heinz Geiger auch bekannt, dass Mareike Meier, Christoph und Anna Sandmann für das deutsche Team starten werden, Rene Poensgen und Georg von Stein fahren für die Einzelwertung.

Für die Vierspänner steht am Donnerstag und Freitag die Dressurprüfung auf dem Programm.

Erster deutscher Starter im Viereck im Aachener Fahrstadion ist Georg von Stein. Der Hesse aus Modautal macht als erster Starter der Prüfung den Auftakt um 10.30 Uhr.

Nur ein weiterer deutscher Vierspänner startet am Donnerstag und zwar Christoph Sandmann aus Lähden im Emsland. Sandmann, der im vergangenen Jahr bei den Europameisterschaften in Lähden auf seiner Heim-Anlage Vize-Europameister geworden ist, war schon 2006 in Aachen dabei. Damals gewann er Mannschafts-Gold und Einzel-Bronze. 20 Jahre später startet er wieder in Aachen, diesmal mit seiner Tochter Anna gemeinsam im Team. „Das war immer unser großes Ziel, einmal gemeinsam im Team zu fahren, darauf haben wir lange hingearbeitet“, sagte er. 

Die 29-jährige Anna Sandmann, die schon von ihrem Vater als Baby mit auf die Kutsche genommen wurde, um ihren Mittagsschlaf zu machen, war schon 2019 mit dem deutschen Vierspänner-Team Mannschafts-Europameisterin, aber noch nie gemeinsam mit ihrem Vater bei einer WM im Team.

Die dritte Mannschaftsfahrerin ist Mareike Meier, die in den vergangenen beiden Jahren beim Nationenpreis der Vierspänner in Aachen Zweite in der Kombinierten Wertung geworden ist. „In Aachen läuft es eigentlich immer gut für mich, aber das ist jetzt hier mit einer WM natürlich noch besonderer als sonst“, sagte sie.

Als zweiter Einzelfahrer startet Rene Poensgen, der in Eschweiler in der Nähe von Aachen wohnt und wahrscheinlich die meisten Fans vor Ort mitbringt – zum Geländetag kommt ein ganzer Bus mit Fans. „Ich stamme gar nicht aus einer Pferdesportfamilie, aber meine Eltern und Großeltern sind immer mit mir in den Aachener Wald gefahren, wenn dort der Marathon der Vierspänner war und das wollte ich dann auch mal machen“, erzählte er.

Für das deutsche Team erhofft sich Bundestrainer Karl-Heinz Geiger eine Mannschafts- und eine Einzel-Medaille. „Und dann wären wir gerne noch möglichst weit oben auf dem Treppchen“, ergänzte er schmunzelnd.

Die Startzeiten im Überblick
Donnerstag

  • 10.30 Georg von Stein
  • 13.07 Uhr Christoph Sandmann

Freitag

  • 11.03 Uhr Mareike Meier
  • 13.30 Uhr Rene Poensgen
  • 15.12 Uhr Anna Sandmann

 

 

 

PferdesportDeutschandLogo

 

Presse Information von PFERDESPORT DEUTSCHLAND

 Christine Meyer zu Hartum

Pferdesport Deutschland 

 

ev

 

HIPPOEVENT PODCAST

PODCAST Header fur Hippoevent Q 2026 

FAHRSPORT RECHNER

Driving Calculator web

 

HIPPOEVENT CONES BOX

Hippoevent Cones Box

Trainingsbeispiele - Parcourspläne der FEI Course Designer

Setz Dir ein Ziel. Mach Dir einen Plan... und trainiere!

Sponsoren

Bbhorses 256
Bt Bau
Willkommen in der Unternehmensgruppe Koalick
Kutschen Ricker | Kutschen | Pferdezubehör | Fahrerzubehör | Kutschenzubehör | Pflegemittel
Sicon Bau GmbH -  Ihr Spezialist für Industriehallen und Gewerbebau
Olimond 256
Biorepell 256