Christoph Sandmann übernimmt den Titel von Tochter Anna - Gold und Silber an Familie Sandmann, Bronze für Mareike Meier
Spannung bis zum letzten Starter!
Bei den Deutschen Meisterschaften der Vierspänner in Greven wirbelte das abschließende Kegelfahren die Rangierung auf den vorderen Plätzen noch einmal ordentlich durcheinander. Am Ende ging der Titel an Altmeister Christoph Sandmann, der damit seine elfte Goldmedaille bei Deutschen Meisterschaften feiern konnte. Seine Tochter Anna war als Titelverteidigerin angetreten und holte Silber. Im Vergleich zum vergangenen Jahr tauschten sie damit ihre Medaillenplätze.
Das kommentierte Anna Sandmann aus Lähden im Emsland dann auch so: „Hauptsache einer aus der Familie gewinnt, Gold und Silber ist doch super!“.
Bronze ging an Mareike Meier aus Negernbötel in Schleswig-Holstein, die vor dem Kegelfahren noch auf Rang vier lag. Sie hatte am Freitag die Dressur gewonnen, im Gelände Platz fünf belegt und zeigte dann im Kegelparcours die beste Runde und gewann auch diese Teilprüfung. Mit insgesamt nur 7,99 Strafpunkten für zwei gefallene Bälle und nur 1,99 Strafpunkte für das Überschreiten der erlaubten Zeit hatte sie das beste Ergebnis abgeliefert.
Nach Mareike Meier fuhr Anna Sandmann in den Kegelparcours ein. Bei ihr fielen drei Bälle und auch sie schaffte es nicht ganz in der Zeit, konnte aber ihren vorläufigen Bronzerang mit ihren 10,50 Fehlerpunkten erstmal halten. Ihr Vater Christoph, der nach Platz zwei in der Dressur und Platz zwei im Gelände auch auf Platz zwei der Meisterschaftswertung lag, schaffte den anspruchsvollen Kegelparcours fast in der erlaubten Zeit, aber außerdem kamen noch neun Strafpunkte aus dem Parcours dazu.
Georg von Stein aus Modautal in Hessen, der nach seinem Sieg in der Geländeprüfung und Platz vier in der Dressur in Führung gegangen war, musste als letzter Starter in den Kegelparcours. Der Abstand zum zweitplatzierten Christoph Sandmann betrug nur einen Strafpunkt, nach der Runde von Sandmann waren es dann immerhin gut zehn Punkte, die er sich erlauben durfte, allerdings war das beste Ergebnis 7,99 Strafpunkte von Mareike Meier, fehlerfrei war niemand geblieben. Der Druck war also hoch. Als an den Hindernissen 5d und 11a schon zwei Bälle gefallen waren, wurde es eng. Dann erwischte er die Linie 12 nicht richtig und zwei weitere Bälle fielen. „Das war der Meistertitel“, so Bundestrainer Geiger. Und als am Ende noch zwei Bälle fielen, rutschte er sogar ganz aus den Medaillenrängen und kam mit 25,29 Strafpunkten aus dem Kegelparcours – große Enttäuschung bei Georg von Stein und Platz fünf am Ende.
Platz vier geht an Rene Poensgen (Eschweiler), der sich durch Platz zwei im Kegelparcours (9,33) noch mal weiter nach vorne bis knapp hinter die Medaillenränge schieben konnte.
Der neue Deutsche Meister Christoph Sandmann freute sich sehr: „Gold und Silber, das ist ein schönes Ergebnis nochmal für uns auch mit Blick auf die WM in Aachen. Wir hatten hier in Greven ein hohes Niveau bei der Dressur, ein ganz hohes Level in der Geländeprüfung und jetzt heute nochmal einen anspruchsvollen Kegelparcours“, so sein Fazit.
Pech im Geländeparcours hatte Michael Brauchle aus Aalen in Baden-Württemberg. Der Europameister von 2015 und Geländespezialist hatte eigentlich die schnellsten Zeiten in allen Hindernissen gefahren und hätte gewonnen, war aber bei einer Ausfahrt aus einem Hindernis unsanft vom Kutschbock gefallen. Ihm war nichts passiert, aber es kostete ihn 20 Strafpunkte. Nach Platz sechs in der Dressur waren damit alle Medaillenhoffnung für den fünfmaligen Deutschen Meister hinfällig.
Letzte Formüberprüfung für die WM
Für die deutschen Vierspänner steht mit Hinblick auf die WM in Aachen noch eine weitere Sichtung bevor: Vom 24. bis 26 Juli findet der Nationenpreis der Vierspänner in Rastede statt. Erst danach nominiert die AG Spitzensport des Ausschuss Fahren die Vierspännerfahrer für die WM in Aachen.

Presse Information von PFERDESPORT DEUTSCHLAND
Pferdesport Deutschland/evb
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