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Das Thema ,berittene Polizei“ sorgt in Österreich für Schlagzeilen am laufenden Band – doch die öffentliche Diskussion darüber hat ein erschreckend niedriges Niveau und wird von Emotionen und Vorurteilen geprägt. Ein hervorragender Kommentar von Leopold Pingitzer.

Es ist in der Tat fast schon kurios, was sich in den letzten Tagen rund um das Thema ,berittene Polizei’ in Österreichs Medien abgespielt hat: Nahezu im Stundentakt überschlugen sich die Schlagzeilen der Tageszeitungen und Websites: „Berittene Polizei: Kickl will nur braune oder schwarze Pferde“ (Tiroler Tageszeitung), „Finanzierung für berittene Polizei gesichert“ (Kronen Zeitung), „Berittene Polizei: Vorerst nur vier Pferde zum Kauf angeboten“ (Der Standard), „Kickl hat zu wenig Pferde für seine berittene Polizei“ (Heute) oder „Berittene Polizei: Erstes Pferd bestand Untersuchung“ (OÖ Nachrichten) sind nur eine kleine Auswahl. Was um Himmels willen ist geschehen, das die Republik so in Wallung gebracht hat?

Antwort: Eigentlich nichts. Tatsächlich war die inhaltliche Substanz hinter diesem Schlagzeilen-Stakkato erstaunlich gering: Das Innenministerium hatte schlicht die erste, rechtlich vorgeschriebene Stufe der Pferdebeschaffung in Form einer öffentlichen Ausschreibung absolviert und dabei vier Bewerbungen erhalten – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Das Projektteam kann nun – hoffentlich in Ruhe und ohne Paparazzi an ihren Fersen – bei Züchtern und Händlern im In- und Ausland die restlichen benötigten Pferde aussuchen und möglichst rasch mit deren Ausbildung beginnen. Das gilt auch für das zweibeinige Personal: Hier haben sich auf den polizeiinternen Aufruf insgesamt 72 Bewerber für die zu besetzenden 11 Planstellen (drei sind bereits vergeben) gemeldet – 60 davon sind Frauen.

Im August soll die gemeinsame Ausbildung beginnen. Die von manchen Medien beschworene Gefahr, dass man bis dorthin nicht 12 bis 14 geeignete Pferde beisammen haben wird, erscheint eher gering – denn in nahezu allen Ländern Europas gibt es ein Überangebot an Pferden, und die gestellten Anforderungen sind weder überzogen noch unerfüllbar. Das mit Abstand wichtigste Kriterium ist – wie Polizeireiter und Ausbildner einhellig bestätigen – ein ruhiges, ausgeglichenes Temperament und ein eifriger, lernwilliger Charakter. Diese Voraussetzung ist für ein Polizeipferd unverzichtbar – alles andere kann trainiert und erlernt werden.

Das mediale Getöse lässt freilich nichts Gutes erahnen – und sollte für die verantwortlichen Personen im Innenministerium eine Warnung sein: Sie täten gut daran, sich in den nächsten Wochen und Monaten eher schützend und abschirmend vor das Projektteam und die Polizeireiter zu stellen, als diese bei jeder sich bietenden Gelegenheit vor die Kameras und Mikrophone zu zerren. Das Team rund um Ausbildungsleiter Obstlt. Roland Pulsinger hat eine überaus schwierige und anspruchsvolle Herausforderung zu bewältigen, nämlich nach fast sieben Jahrzehnten Pause wieder eine Reiterstaffel in Österreich auf die Beine zu stellen – mit allem, was an Know-how, Logistik, Organisation, Infrastruktur, Ausrüstung etc. dafür erforderlich ist. Das ist keine Kleinigkeit, und es kann dabei nur allzu leicht zu Problemen, Verzögerungen oder Zwischenfällen kommen. Das Team braucht dabei vor alle Ruhe und Konzentration – und die Rückendeckung des Ministeriums.

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