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Themenschwerpunkt 03/2021 - Mein Pferd hat eine Kolik... in Kooperation mit der Tierklink Lüsche, Deutschand

Wenn eine OP notwendig ist... Chirurgische Koliken...

Pferde, die einen Verschluss in ihrem Magendarmtrakt haben, sind häufig Kandidaten für eine Kolikoperation. Das bedeutet, dass das zugrundeliegende Problem in der Regel nur durch eine Operation korrigiert werden kann.

Einige Beispiele für einen Verschluss:

• Dickdamverlagerung

• Dickdarmdrehung

• Dünndarmverschlingung

• Dickdarmverstopfung durch Futter oder Sand

• Fremdkörper

• Natürlich gibt es noch eine Vielzahl anderer Blockaden

Für jedes der oben genannten Probleme gibt es eine individuelle Prognose und einen angepassten Kostenvoranschlag. Zum Beispiel haben manche Dickdarmverlagerungen eine bessere Prognose und sind mit geringeren Kosten verbunden als die meisten Dünndarmverschlingungen. Grundsätzlich sollte man sich bewusst machen, dass eine Operation nicht nur Therapie darstellt, sondern auch der ‘ultimative diagnostische Test’ für einen Koliker ist. Aufgrund der Größe unserer Pferdepatienten ist eine exakte Diagnose allein durch die klinische Untersuchung und labordiagnostische und bildgebenden Verfahren (Röntgen, Ultraschall) nicht immer möglich. Erst nachdem der Chirurg die Bauchhöhle untersucht hat, kann eine definitive Diagnose und damit auch Prognose erstellt werden. Auch die voraussichtlichen Kosten können dann genauer eingeschätzt werden. Außerdem kann auch während einer Operation entschieden werden, ob es überhaupt möglich und sinnvoll ist mit der Operation fortzufahren. In sehr aussichtslosen Fällen besteht die Möglichkeit, ein Pferd in der Narkose noch auf dem OP-Tisch einzuschläfern.

Wie weiß Euer Tierarzt, ob Euer Pferd operiert werden muss?
Pferde, die mit Koliksymptomen in eine Klinik überwiesen werden, werden zunächst gründlich untersucht.
Erst dann wird entschieden, ob der Patient intensivmedizinisch weiter behandelt kann oder eine Operation durchgeführt werden muss. Manchmal sind die Befunde unklar, nicht jedes Pferd zeigt Schmerzen gleich und es ist schwierig zu entscheiden, ob ein Pferd operiert werden muss. In anderen Fällen ist ganz eindeutig, dass eine Operation die
einzig mögliche Behandlungsmethode ist.

In jedem Fall sollten Sie sich als Besitzer schon vor dem Ernstfall überlegen, wie Sie sich entscheiden würden. Die Entscheidung ist in vielen Aspekten wichtig für die weitere Behandlung. Hat ein Pferd beispielsweise keine OP-Erlaubnis, wird man üblicherweise stärkere Schmerzmedikamenten verwenden, die sich
im Falle einer Vollnarkose negativ auf den Kreislauf auswirken können, aber auch die Koliksymptome abmildern und so eine eventuelle Verschlechterung maskieren können. Zeit ist ein wesentlicher Faktor für den OP-Erfolg und somit für die Prognose, deshalb ist eine frühe Überweisung in die Klinik ratsam. In der
Regel wird eine konservative Therapie versucht, doch wenn sich der Zustand des Pferdes trotz medikamentöser Behandlung weiter verschlechtert, muss eine Entscheidung über einen chirurgischen Eingriff getroffen werden, da mit längerem Krankheitsverlauf die Erfolgschancen einer Operation sinken.

Die schwere Entscheidung der Pferdebesitzer - Kolik OP...ja oder nein
Im Folgenden sind einige Punkte aufgelistet, die Ihnen hoffentlich bei dieser schwierigen Entscheidung helfen:


• Diagnose und Prognose: Nachdem ihr Pferd gründlich untersucht wurde, können die behandelnde
Tierärzte den Zustand ihres Pferdes besser einschätzen, eine Verdachtsdiagnose stellen, und eine un￾gefähre Prognose (Überlebenschance für ihr Pferd) abgeben. So gibt es bestimmte Parameter (Vitalfunktionen, Blutwerte, Ultraschallbefunde), die im direkten Zusammenhang mit der Schwere der Darmerkrankung stehen.


• Art der Kolik: In zahlreichen Studien wurde in den vergangenen 20 Jahren immer wieder die Überle￾bensrate der verschiedenen Kolikenformen ermittelt. Je nachdem welcher Darmabschnitt betroffen ist, verändert sich die Überlebensrate. Beispielsweise haben Dünndarmverschlingungen eine schlechtere Prognose als die meisten Dickdarmprobleme. Von den Dünndarmverschlingungen sind diejenigen, die einen kompletten Verschluss mit Gefäßverschluss verursachen und eine Resektion & Anastomose
(Herausschneiden eines Darmteils) benötigen, mit weitaus mehr Komplikationen verbunden.


• Allgemeines Operationsrisiko: Eine Kolikoperation wird unter Vollnarkose durchgeführt und alle Voll￾narkosen sind mit einem Risiko verbunden. Dieses Risiko ist natürlich bei einem kranken Pferd etwas höher als bei einem gesunden Pferd, das beispielsweise kastriert wird. Scherlich wurden sich aber die
Narkosemittel und die Überwachung der Vollnarkose für Pferde in den letzten 30 Jahren stark verbessert und Vollnarkosen sind auch bei Pferden viel sicherer geworden.

Weitere interessante Informationen folgen im Rahmen des Hippoevent Themenschwerpunkt - März 2021: Mein Pferd hat eine Kolik

 

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Themenschwerpunkt 03/2021 - Mein Pferd hat eine Kolik... in Kooperation mit der Tierklink Lüsche, Deutschand

Was ist „Kolik“?

Grundsätzlich ist Kolik ein Symptom und nicht eine eigenständige Krankheit. Eine Kolik ist eine sehr ernst zu nehmende Erkrankung.

Das Wort ‘Kolik’ beschreibt vielmehr die Symptome, die Pferde zeigen, wenn Sie Bauchschmerzen haben.

Meistens ist die Ursache der Schmerzen der Magendarmtrakt, Schmerzen können aber auch von anderen Organen (z. B. Gebärmutter, Lunge, Nieren, Leber) stammen.

Pferde zeigen Kolikschmerzen auf unterschiedliche Weise: Appetitlosigkeit, ruhig liegen (vielleicht zu einer ungewohnten Tageszeit), scharren, wälzen, gegen den Bauch treten, in Richtung Flanke schauen, flehmen und gestreckte Haltung sind die am häufigsten beobachteten Kolikymptome.

Der Magendarmtrakt des Pferdes ist sehr komplex, über 30 Meter lang und besteht aus verschiedenen anatomischen Regionen. In jeder dieser anatomischen Regionen können unterschiedliche, für sich spezifische Krankheiten auftreten, die verschiedene Koliksymptome hervorrufen. Einige dieser Krankheiten sind unkompliziert und lösen sich meistens von alleine.

Ein Beispiel dafür sind Krampf- oder Gaskoliken. Tatsächlich lösen sich etwa 90% aller Koliken von alleine oder brauchen nur eine einfache medikamentöse Behandlung von ihrem Haustierarzt.

Ein Großteil der Pferde, die in die Pferdeklinik überwiesen werden, werden mit einer intensiven medikamentösen („konservativen“) Therapie erfolgreich behandelt. Von allen Koliken benötigt nur ein sehr kleiner Prozentsatz eine Operation.

Ihr Haustierarzt wird versuchen die Ursache der Kolik herauszufinden, um so zu entscheiden, ob ihr Pferd medizinisch oder chirurgisch behandelt werden muss. 

Erste Maßnahmen bei Kolik

Bis der Tierarzt bei Ihnen im Stall ist, sollte folgendes getan werden:

• Keine Futter- oder Wasseraufnahme

• Pferd in eine große und gut eingestreute Box bringen

• Verletzungsgefahr minimieren

• Keine Medikamente eigenständig verabreichen

• Kot- und Urinabsatz beobachten

• Hilfsperson organisieren

• Vorsichtshalber schon mal den Transport organisieren

• Das Pferd darf sich hinlegen und wälzen und kann bei milden Symptomen auch Schritt an der Hand geführt werden. Bei starker Symptomatik und drohender Verletzungsgefahr für Mensch und Tier kann das Pferd auch in eine Halle gebracht werden.

Viele Informationen mehr zu unserem Schwerpunktthema im Laufe des Monats.

 

Luesche

 

In kooperation mit der Tierklink Lüsche / Bakum, GER

www.tierklinik-luesche.de

Essener Str. 39a 49456 Bakum
Telefon: +49 (0) 5438-95850
E-Mail: kontakt@tierklinik-luesche.de   

 

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CAIO / CAI Lando, Ptakowice, Polen, 5.-8. August 2021

 

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