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Sehr interessante Informationen von der Tierklink Lüsche / Bakum, GERExzeme - Pilze & Mauke: Was hilft bei den Erkrankungen der Pferdehaut?

Es ist das größte und definitiv sichtbarste Organ des Pferdes. Es nimmt die gesamte Oberfläche des Körpers ein und übernimmt eine Vielzahl lebenswichtiger Aufgaben: Es dient als Schutz vor äußeren Einwirkungen, reguliert die Körpertemperatur, trägt zu einer stabilen Immunabwehr bei und absorbiert nicht zuletzt die UV-Strahlungen. ...trotzdem wird seine Rolle oft unterschätzt: Die Rede ist natürlich von der Haut!
Alles in allem hat die Haut einen ziemlich belastenden „Full-Time-Job“ für die Pferdegesundheit zu leisten. Da ist es wenig verwunderlich, dass es zwischenzeitlich zu kleineren und größeren Problemen und Irritationen kommen kann – einige davon kann der Pferdehalter direkt selber beeinflussen.
Erkrankungen der Haut können ein Pferd massiv in seinem Wohlbefinden einschränken und der Grund für Leistungsverlust und einen insgesamt mangelhaften Allgemeinzustand sein.

𝗘𝗻𝘁𝘇ü𝗻𝗱𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗛𝗮𝘂𝘁
Ekzeme sind entzündliche Hauterkrankungen ohne Infektion und entstehen durch eine Überreaktion auf äußere Einflüsse und Unverträglichkeiten (z.B. Kontakt- oder Futterallergien) - sie können Pferde jeden Alters und jeder Rasse treffen. Insbesondere Pferde mit einem angegriffenen Immunsystem, einer vorgeschädigten Haut oder genetischen Auffälligkeiten sind besondere Risikokandidaten.

--- 𝗘𝗸𝘇𝗲𝗺𝗲: 𝗗𝗮𝘀 𝗦𝗼𝗺𝗺𝗲𝗿𝗲𝗸𝘇𝗲𝗺
Pferde, die unter dem stark juckenden Sommerekzemen leiden bieten ein Bild des Jammers: Sie reiben sich Haut und Haar fast pausenlos und so intensiv, bis die Haut gänzlich kahl, wund und nässend wird und Mähne und Schweif abgescheuert werden, bis nur noch struppige Strähnen überbleiben.
Die angegriffene Haut verliert ihre Barrierewirkung und die betroffenen Stellen sind damit schutzlos äußeren Einflüssen ausgesetzt, was den Weg für Infektionen öffnet und eine Kettenreaktion in Gang setzt.
Ausgelöst wird der Juckreiz durch blutsaugende Insekten (Gnitzen), auf dessen Stiche das Pferd allergisch reagiert. Während des Einstichs sondern die Mücken ein Sekret ab, was eine heftige Immunreaktion des Körpers hervorruft und die Haut Jucken und Kribbeln lässt. Das Sommerekzem tritt daher insbesondere in den warmen, insektenreichen Monaten auf. Regional lässt sich eine Häufung von Fällen in gewässerreichen Gebieten feststellen, da dort auch entsprechend mehr Insekten aktiv sind.

𝗕𝗲𝗵𝗮𝗻𝗱𝗹𝘂𝗻𝗴
Das Sommerkzem ist eine klassische Allergie, die als solche auch therapiert werden kann (siehe unser Beitrag zu Allergien beim Pferd). Ein Blut- bzw. Allergietest kann eindeutig nachweisen, ob es sich um das Sommerekzem oder eine Allergie anderen Ursprungs handelt.
Die Veränderung der äußeren Einflüsse ist dabei der relevanteste Therapieansatz: Ohne eine Anpassung dieser Umstände, kann keine Besserung erfolgen und nur eine Linderung der massiven Symptome geboten werden.
Grundsätzlich ist es hilfreich, das Pferd sowohl mittels Lotions und Cremes, wie auch durch eine angepasste Fütterung zu unterstützen:

Verminderung des Juckreizes durch Verwendung von milden, antiseptischen Shampoos oder Lotions mit abschwellender Wirkung
Unterstützung der Hautschutzbarriere durch Cremes
Fütterung von hochwertigen, ölreichen Futtermitteln mit einem optimalen Verhältnis von Omega3 & 6 Fettsäuren, zur inneren Unterstützung des Immunsystems und zur Entzündungsbekämpfung
Fütterung von zink- und selenhaltigen Zusätzen zur Unterstützung des Stoffwechsels (tierärtzlichen Rat zur Dosierung vorab einholen!)
Reduzierung von energiereichem Futter (Stärke, Eiweiße, Zucker, …)
Verwendung von Fliegensprays und Ekzemerdecken zur Abwehr von Insekten
angepasste Weidezeiten (mückenreiche Morgen- und Abendstunden meiden)
regelmäßige Entfernung potentieller Brutstätten für Insekten (Misthaufen, etc.)

Das Sommerekzem ist nicht ansteckend, die Veranlagung dazu teilweise aber (ver)erblich.

--- 𝗗𝗲𝗿𝗺𝗮𝘁𝗼𝗽𝗵𝗶𝗹𝗼𝘀𝗲
Dermatophilose (umgangsprachlich als „Regenekzem“ bekannt) tritt hauptsächlich in der nass-kalten Jahrezeit auf, wenn die Haut durch Regen und Feuchtigkeit bereits aufgeweicht ist. Auslöser für Dermatophilose ist ein Bakterium, was sich in die angegriffene Haut einnistet und sich dort vermehrt. Begünstigt wird die Ausbreitung z.B. auch durch das dauerhafte Tragen einer Decke, da es unter Luftabschluss zu einer stärkeren Entwicklung kommt.
Pferde die vom Dermatophilose betroffen sind zeigen nur selten Juckreiz. Pusteln, besonders heiße Hautpartien und geschwollene Bereiche sind erste Symptome des Regenekzems. In Folge der schmerzhaften Hautirritation reagieren die meisten Pferde auf Berührungen und Kontakt entsprechend unwillig und gereizt.

𝗕𝗲𝗵𝗮𝗻𝗱𝗹𝘂𝗻𝗴
Da es sich um eine Erkrankung bakteriellen Ursprungs handelt ist ein strenger, hygienischer Umgang mit allen Utensilien rund um die Pferdepflege ein Muss. Auch hier ist eine Unterstützung des Immunsystems durch Fütterung von entsprechenden Futterzusätzen über mehrere Wochen sehr hilfreich. Der Pferdehaut sollte außerdem in regelmäßigen Abständen die Möglichkeit gegeben werden, vollständig abzutrocknen und frei zu atmen.

Desinfektion und Reinigung von Putzzeug, (Sattel-)Decken, Beinschutz und Leder
Reinigung der betroffenen Hautpartien mit milden, antiseptischen Lotions und Shampoos
Vermeiden von dauerhaft feuchter Haut (z.B. unter nicht atmungsaktiven Winter- und Abschwitzdecken).
Fütterung von hochwertigen, ölreichen Futtermitteln mit Omega3 & 6 Fettsäuren, zur inneren Unterstützung des Immunsystems und zur Entzündungsbekämpfung

Dermatophilose kann bei stark immunschwachen Pferden und Tieren mit angegriffenem Hautschutz übertragen werden (Stichwort: Hygiene im Umgang mit Equipment!)

--- 𝗛𝗮𝘂𝘁𝗽𝗶𝗹𝘇
Manch einer mag verwundert sein, wenn er hört, dass Pilze ein fester Bestandteil einer gesunden Pferdehaut sind. Aber wie so oft in der Gesundheit kann etwas ursprünglich hilfreiches schnell zu viel des Guten werden: Eine unnatürlich starke Entwicklung eines Pilzes kann die Haut angreifen.
Insbesondere dann, wenn das Immunsystem unter Volllast fährt, vermehren sich Pilze besonders stark – das betrifft im Frühjahr und Herbst den Fellwechsel und zeigt sich oft nach Erkrankungen oder Operationen, die das Abwehrsystem des Pferdes stark herausfordern.
Hautpilze nisten sich in der Haut ein und sorgen dort für Infektionen. Abgesehen von den jahreszeitlich- oder krankheitsbedingen Auslösern ist auch die Haltung des Pferdes ausschlaggebend: Feuchte, warme und wenig gelüftete Ställe begünstigen eine Verbreitung des Pilzes genauso, wie das permanente Tragen einer Decke oder große Defizite in der Ernährung.

Die Entwicklung von Hautpilz läuft meist unerkannt ab, da sie nicht immer einen Juckreiz auslöst. Erst in einem späteren Stadium zeigen kreisrunde, haarlose Stellen eine Hautpilzinfektion (insbesondere an Kopf und Hals, sowie Sattel- Gurtlagen) und werden entsprechend vom Pferdehalter entdeckt. Bei sehr schweren Verläufen können sich auch Krusten und Pusteln bilden.

𝗕𝗲𝗵𝗮𝗻𝗱𝗹𝘂𝗻𝗴
Auch hier ist ein hygienischer Umgang mit allen Ausrüstungsgegenständen das A und O in der Bekämpfung von Hautpilz. Da Hautpilz sehr ansteckend ist, sollte es vermieden werden das Equipment betroffener Pferde mit weiteren Tieren zu teilen.
Um die Leistungsfähigkeit des Immunsystems zusätzlich anzukurbeln bietet sich eine Kurfütterung von unterstützenden Futtermitteln an.

Desinfektion und Reinigung von Putzzeug, (Sattel-)Decken, Beinschutz und Leder
Reinigung der betroffenen Hautpartien mit milden, antiseptischen Lotions und Shampoos
pilzbekämpfende Salben auftragen
Vermeiden von dauerhaft feuchter Haut (z.B. unter nicht atmungsaktiven Winter- und Abschwitzdecken).
Fütterung von hochwertigen, ölreichen Futtermitteln mit Omega3 & 6 Fettsäuren, zur inneren Unterstützung des Immunsystems und zur Entzündungsbekämpfung

Gegen einige Hautpilzerreger kann das Pferd geimpft werden – die Impfung wird insbesondere zur Therapie eingesetzt. Daher können auch akut betroffene Tiere behandelt werden, so dass der Krankheitsverlauf milder ist und ein Abheilen schneller möglich ist. Die Wirkung der Impfung hält für ca. 9 Monate an.
Hautpilz kann bei stark immunschwachen Pferden und Menschen mit angegriffenem Hautschutz übertragen werden.

--- 𝗠𝗮𝘂𝗸𝗲
Mauke ist eine nässende Infektion der Gliedmaßen, die zunächst in der Fesselbeuge beginnt und sich unbehandelt auf das komplette Bein ausbreiten kann. Häufig tritt Mauke in den nasskalten Wintermonaten auf und hat ihren Ursprung in ungünstigen Haltungsbedingungen oder auch bestehenden Pilz- und Milbenerkrankungen.
Ein pfützenreicher Auslauf und nicht trocknende und/oder unsaubere Einstreu strapazieren die Haut im Bereich der Fesseln enorm: Feuchte, aufgeweichte Haut bietet Bakterien eine einfachere Angriffsfläche, weshalb die Erreger ideale Bedingungen in den regenreichen Wintermonaten vorfinden.
Die Krankheit zeigt sich häufiger bei Pferden mit starkem Beinbehang, da die Haut dort noch schlechter abtrocknen kann und auch bei Pferden mit hellen Gliedmaßen mit rosa Unterhaut, die im Allgemeinen weniger dick und damit weniger abwehrkräftig ist.

Geschwollene und gerötete Haut in der Fesselbeuge sind erste Anzeichen von Mauke. Die betroffene Haut ist außerdem mit schorfigen Krusten übersäht, deren Berührung oder Entfernung den meisten Pferden unangenehm ist. Wird Mauke nicht behandelt, kann sie einen chronischen Verlauf entwickeln und schlussendlich auch zu Lahmheiten führen.

𝗕𝗲𝗵𝗮𝗻𝗱𝗹𝘂𝗻𝗴
Ähnlich wie bei der Behandlung von Dermatophilose und Pilzen ist ein sauberer Umgang mit Pflege- und Putzmitteln ein Muss. Als erste Sofortmaßnahme sollte aber eine Verbesserung der Haltungsbedingungen anstehen: Nasse, schlammige Ausläufe und Weiden sind während der Erkrankung streng zu vermeiden und die allgemeine Boxenhygiene ist zu verbessern. Nasse und unsaubere Einstreu sollte idealerweise (mehrfach) täglich entfernt werden, um dem Erreger weiteren Nährboden zu entziehen. Als weitere Maßnahmen empfehlen sich:

tierärztliche Untersuchung des Auslösers (z.B. Milben)
Fesselbang stutzen, damit die Haut schneller abtrocknen kann

Desinfektion und Reinigung von Putzzeug und Beinschutz

Entfernung der Krusten und sanfte Reinigung der betroffenen Hautpartien mit milden, antiseptischen Lotions
antiseptische Cremes zum Hautschutz auftragen
aktive Förderung der Immunabwehr durch Fütterung von hochwertigen, vitaminreichen Zusatzfuttermitteln und Omega 3&6 haltigen Ölen zur Regenration des Hautschutzes.

 

--- Hauterkankungen zeigen sich auf vielfältige Art und Weise. Eine akute Bekämpfung der Ursache ist aber wie oben beschrieben bereits durch verbesserte Hygiene und ein Anpassen der Haltungsbedingungen möglich – auch wenn diese Maßnahmen oft sehr langwierig und zeitintensiv sind.
Der Schlüssel zur langfristigen Hautgesundheit liegt aber im Aufbau und Erhalt eines gesunden, strapazierfähigen Immunsystems, das sich durch artgerechte Haltung und bedarfsangepasste, nährstoffreiche und gesunde Ernährung erreichen lässt. So kann z.B. der Ausbruch Sommerekzems deutlich milder ablaufen, selbst wenn die eigentliche Ursache sich nicht verändern lässt.
Unterstützend helfen können hier auch entsprechende Zusatzfuttermittel, die als Kurfütterung oder zur langfristigen, präventiven Gabe verabreicht werden können.

Das Schwesterunternehmen der Tierklinik Lüsche - ESS Supplements - stellt hochwertigste Ergänzungsfuttermittel her und bietet eine ganze Produkt- und Pflegepalette für Pferde, die von Hautproblemen geplagt werden.
Gerne beraten wir in der Klinik und das ESS Team rund um das Thema „Supplementierung“ entsprechend anfälliger Pferde.

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www.ess-supplements.de/supplements/horn-haar-haut/

 

Luesche

 

Viele Infos mehr -> Tierklink Lüsche / Bakum, GER

 

www.tierklinik-luesche.de

 

Essener Str. 39a 49456 Bakum
Telefon: +49 (0) 5438-95850
E-Mail: kontakt@tierklinik-luesche.de   

 

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