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Pferde Revue: Suche nach Polizeipferden: Diese Kriterien müssen sie erfüllen. Nach dem Bewerbungsaufruf für die Polizisten der neuen Reiterstaffel in der Vorwoche hat das Innenministerium nun auch seine Suche nach den vierbeinigen Einsatzkräften gestartet. Am Montag hat das Innenministerium ein Ausschreibungsverfahren eingeleitet, das die Suche nach den vierbeinigen Beamten offiziell eröffnet. Gesucht werden zwölf braune oder schwarze Warmblutwallache im Alter zwischen sechs und zehn Jahren mit einem Mindeststockmaß von 172 cm. Als Höchstgrenze werden 178 cm angeführt.

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6.Juni 2018

Wiener Zeitung: Sie dürfen nicht jünger als sechs und nicht älter als zehn Jahre alt sein, müssen kastriert und braun oder schwarz sein und einen Equidenpass besitzen: So sehen einige Punkte des Stellenprofils jener Pferde aus, die frühestens ab nächstem Jahr für die Reiterstaffel der Polizei in Wien im Einsatz sein sollen. Das Innenministerium sucht dafür zwölf Pferde, die Ausschreibung läuft seit gestern, Montag. Nächste Woche Freitag endet die Bewerbungsfrist, bis dahin müssen die Angebote eingereicht sein.

 

Jene für die dazugehörigen Polizisten läuft bereits seit einer Woche und ebenfalls rund zwei Wochen lang. Für diese sind eine abgeschlossene Grundausbildung, mindestens zwei Jahre Außendiensterfahrung, ein gültiger Fitness-Check sowie der Reiterpass Voraussetzung. Weiterlesen -> LINK

 

29.Mai 2018

Berittene Polizei - endlich auch in Österreich

Gute Nachrichten... Österreich bekommt eine berittene Polizei. Das Österreichische Bundesministerium für Inneres, Minister Herbert Kickl, informierte jetzt über die konkreten Pläne, die Polizei um eine berittene Abteilung zu erweitern. Bereits ab 4. Juni beginnt das Projekt. Auf der Pferdesportanlage der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt, wird ein Team – bestehend aus einem Ausbildungsleiter sowie ReiterInnen – zusammengestellt. Nach einem in Kürze veröffentlichten Anforderungskatalog, werden auch die vierbeinigen Polizisten in den nächsten Wochen ausgewählt werden.

In Ungarn - in Tschechien und Belgien hat man sich für den Polizeidienst, für Nóniusz Pferde aus dem Ungarischen Nationalgestüt in Mezőhegyes entschieden. Das dort repräsentierte moderne Nóniusz Pferd wird überwiegend als Rappe oder Dunkelbrauner gezüchtet, und zeichnet sich durch seine Zähigkeit und Robustheit aus. Vom Exterieur ein modernen Sportpferd, dass trotz seiner Aktivität, über ein sehr gutmütiges, lernwilliges und ausgeglichenes Interieur verfügt.

 

 

Hier zu den Informationen des Bundesministerium für Inneres

Innenministerium startet berittene Einheit im Bereich der österreichischen Exekutive

In den letzten Jahren ist ein europaweiter Trend zum vermehrten Einsatz von Polizeipferden feststellbar. In vielen Großstädten wie London, Paris, München, Barcelona, Stockholm, Helsinki, Oslo oder Kopenhagen sorgen Polizistinnen und Polizisten hoch zu Ross für Sicherheit.

Auch in Ländern wie Italien, Portugal, Belgien, in der Schweiz und den Niederlanden sowie in mehreren kleineren Städten in Deutschland und Großbritannien gibt es berittene Einheiten. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat erst kürzlich in seiner Regierungserklärung angekündigt, dass jede bayerische Großstadt mit einer Reiterstaffel ausgestattet werden soll. Polizeipferde haben – wie jedes Einsatzmittel – spezifische Einsatzbereiche, für die sie geeignet sind. In diesen Einsatzbereichen kann kein anderes Einsatzmittel Pferd und Reiter ersetzen.

Neben dem klassischen Streifendienst im Stadtbereich und in Parkanlagen sowie in schwer zugänglichen, nicht befahrbaren Geländeabschnitten, lassen sich Polizeireiter auch bei polizeilichen Großeinsätzen und zu Suchmaßnahmen nach vermissten oder hilflosen Personen sowie flüchtigen Straftätern einsetzen. Durch die hohe Mobilität und respektvolle Größe erzielen sie eine präventive und deeskalierende Wirkung und ergänzen die bestehenden polizeilichen Einsatzmittel – wie der Einsatz in vielen europäischen Städten täglich beweist. Die erhöhte Sitzposition ermöglicht eine bessere Übersicht und Wahrnehmung von Sachverhalten. Gleichzeitig sind Pferde schnell und ausdauernd, also für längere Streifen gut geeignet.

Die Einsatzmöglichkeiten führten auch zu einer verbesserten Wahrnehmung der Polizei. In London wird die berittene Abteilung, neben dem klassischen Sicherheits- und Ordnungsdienst, insbesondere zur Sicherstellung von sichtbarer Polizeipräsenz zur Verbesserung des subjektiven Sicherheitsgefühls genutzt. "High Visibility Patrols" sind fixer Bestandteil der englischen Polizei. Sie sind eine Maßnahme von vielen, um den direkten Kontakt zur Bevölkerung herzustellen und auf Probleme reagieren zu können. Community Policing profitiert vom Einsatz der Dienstpferde, da sich aufgrund der Tiere oft Gespräche zwischen Bürgerinnen und Bürgern und Polizeibeamten ergeben. So gesehen wird bei jeder Streife durch Angehörige der Reiterstaffel auch Öffentlichkeitsarbeit geleistet.

Das Bundesministerium für Inneres hat sich daher entschlossen, eine berittene Einheit im Bereich der österreichischen Exekutive zu etablieren. Bei der Umsetzung wird besonders auf den Tierschutz, eine professionelle Ausbildung und eine artgerechte Haltung der Polizeipferde geachtet. Das Projekt wird darüber hinaus durch die Sicherheitsakademie und Forschung im Innenressort wissenschaftlich begleitet. Die Erkenntnisse erfahrener internationaler Reiterstaffeln fließen in den Probebetrieb mit ein. Vorerst wird es keinen Einsatz bei Demonstrationen geben. In einem mehrmonatigen Ausbildungsverfahren in Wr. Neustadt werden die Polizistinnen und Polizisten mit den Pferden auf die verschiedenen Einsatzszenarien vorbereitet. Eine eigene Dienststelle in Wien ist für 2019 geplant. Die Organisation des Probebetriebs wird im BMI angesiedelt, da die berittene Polizei eine österreichweit agierende Einheit werden soll, die nicht an ein Bundesland oder an eine Stadt gebunden ist. Vertreter des Pferdesportverbandes oder der Spanischen Hofreitschule unterstützen dieses Projekt und sehen es sehr positiv.

Für den Probebetrieb steht das BMI in enger Kooperation mit dem Bundesheer und wird so die bestens ausgestattete Reitanlage der Militärakademie in Wr. Neustadt zur Ausbildung der berittenen Polizei nutzen können, um eine bestmögliche Ausbildung und niedrigste Kosten gewährleisten zu können. 
Bereits am 4. Juni wird das Projektkernteam, bestehend aus einem Ausbildungsleiter und drei zukünftigen Reiterinnen und Reitern, das vorläufig administrative und organisatorische Arbeit leistet, ihre Tätigkeit aufnehmen. Die Ausrüstungs- und Uniformbeschaffung startet ebenfalls Anfang Juni. Parallel dazu werden geeignete Pferde ermittelt. Für August dieses Jahres ist der Ausbildungsstart geplant.

Um Transparenz zu leben, wird ein Überblick über die voraussichtlichen Kosten gegeben. Entgegen falschen Medienberichten und Schätzungen von nicht ins Projekt eingebundenen Organisationen und Personen, belaufen sich die Kosten auf weit weniger als attestiert. Die Einmalkosten für die Anschaffung der Pferde mit Ankaufsuntersuchung sowie Ausstattung und Ausbildungsgeräte belaufen sich auf ca. 380.000 Euro und weisen nach zwei Jahren einen hohen Wiederverkaufswert auf. Die laufenden Kosten pro Jahr, die sich unter anderem aus Einstell- und Tierarztkosten zusammensetzen, wurden mit ca. 110.000 Euro berechnet.

Ab heute werden interessierte Bewerberinnen und Bewerber für die Reiterstaffel gesucht. Voraussetzungen sind eine abgeschlossene Grundausbildung sowie eine Außendiensterfahrung von mindestens zwei Jahren. Ein gültiger Fitnesscheck und Reiterpass sind ebenfalls notwendig.

 

PA Bundesministerium für Inneres