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Bericht von Rolf Schettler...Für die jungen Fahrpferde in Deutschland gilt nach wie vor eine Art von“ Apartheit“, eine strikte sportliche Rassentrennung: während die drei- bis siebenjährigen Reit-, Dressur-, Spring-, Vielseitigkeits- und Fahrpferde der Rassegruppe Deutsches Reitpferd und Deutsches Reitpony traditionell am ersten September-Wochenende ihre Bundes-Champions ermitteln, findet zwei Wochen vorher für die Rassegruppe der Schweren Warmblüter aus Sachsen und Thüringen, der Alt-Oldenburger und Ostfriesen sowie der Alt-Württemberger ein eigenes BundesChampionat im sächsischen Landgestüt Moritzburg bei Dresden statt. Diesem hinzugesellt hat sich das Deutsche Fahrpony-Championat, in dem Ponys aller Rassen konkurrieren können.

Fest etabliert haben sich nun alle vier möglichen Fahr-Championate: für Vier- und Fünfjährige auf dem Niveau der Eignungsprüfung Kl. A (Dressuraufgabe mit unmittelbar anschließendem Kegelfahren auf dem Dressurplatz) und für sechs- und siebenjährige auf M-Niveau mit einer Dressuraufgabe Kl. M und einem kombinierten Hindernisfahren im Gelände, jeweils getrennt nach Schweren Warmblütern und Ponys. Gerade das Prüfungsformat für die älteren Fahrpferde, mit Geländehindernissen und Wasserdurchfahrt im Finale, dazu fachkundig kommentiert, schließt eine wichtige Lücke von der klassischen Eignungsprüfung zum „richtigen“ Fahrsport und war die Blaupause für die seit 2015 in Mezöhegyes/HUN durchgeführten FEI-Weltmeisterschaften Junger Fahrpferde. Es wird der Ehrgeiz, Mut, Antritt und Beweglichkeit der Fahrpferde im Gelände getestet und unter Beweis gestellt. Elimar Thunert aus Friesoythe/Ostfriesland, selbst ehemaliger Bundeschampionatssieger und inzwischen internationaler Fahrrichter, hatte die wichtige Aufgabe der Erläuterung der Richterurteile übernommen. Er konnte den Aktiven und den zahlreichen Zuschauern die wichtigen Qualitätsmerkmale für ein Nachwuchspferd für den internationalen Fahrsport deutlich machen.

Der Sieg des Moritzburger Landbeschälers Valenzio von Veritas im vergangenen Jahr bei der WM der Jungen Fahrpferde in Mezőhegyes/HUN scheint einen enormen Motivationsschub für das Bundeschampionat der Schweren Warmblüter und das Deutsche Fahrpony-Championat in der sächsischen Pferdezuchtmetropole bei Dresden ausgelöst zu haben. Sowohl bei den Schweren Warmblütern als auch bei den Deutschen Fahrponys sah man in diesem Jahr zahlenmäßig starke Felder mit breiter Spitze. Aber auch baulich hat sich Moritzburg enorm weiterentwickelt. Auch der für den Fahrsport optimale neue Paradeplatz im Landgestüt, der mit einem auch architektonisch anspruchsvollen Richterturm, einer festen und zwei mobilen Tribünen internationales Fahrsportniveau erreicht, scheint von dieser Entwicklung erfasst zu sein.

Der ausdrucksstarke dunkelbraune Moritzburger Landbeschäler Veritabel vom Veritas mit Obersattelmeister Dirk Hofmann an den Leinen war bei den älteren Pferden die dominierende Erscheinung. Ein Kraftprotz, der bei seiner imponierenden Gesamterscheinung und drei hervorragenden Grundgangarten auch noch die notwendige Wendigkeit und Durchlässigkeit aufweist, war an diesem Tage nicht zu schlagen, auch nicht von dem ebenfalls erst sechsjährigen Wallach Lexter von Lord Brown, den Birgit Warre in kraftvollem Vorwärts präsentierte. Die Bronze-Medaille dieser Prüfung ging an den mehrfachen Bundeschampionats-Gewinner Franz-Josef May mit dem siebenjährigen Jeton von Der Alte Oldenburger, der sich mit einigen unglücklichen Patzern im Dressurteil des Finales die Aussicht auf eine bessere Platzierung verbaut hatte.

Beeindruckend auch die Leistungen der leider nur vier älteren Ponys aller Rassen. Dass die Moritzburger Veranstalter diese Prüfung dennoch durchgeführt haben, verdient Dank und Respekt, denn es war eine Lehrbuchveranstaltung für den Wert dieses Wettbewerbs. Der bayerische Edelblut-Haflinger Armani Ass von Argentino Ass mit der schon aus dem Jugendfahrsport bekannten bayerischen Kaderfahrerin Kathrin Karosser aus Rosenheim war hier das Maß aller Dinge. Beeindruckend, wie selbstverständlich der gehfreudige Blondschopf ohne Peitscheneinsatz und starke Stimmhilfen geradewegs ins Wasserhindernis hinein galoppierte, auf dem Absatz zu wenden war und den Eindruck hinterließ, in jeder Phase der Prüfungsaufgabe mitzudenken.

Die zahlenmäßig am stärksten besetzte Prüfung war wie immer das Championat der vier- und fünfjähren Schweren Warmblüter, die sich final in einer Eignungsprüfung der Kasse A mit Dressuraufgabe und unmittelbar anschließendem Kegelfahren auf dem Dressurplatz sowie einem abschließenden Fremdfahrertest zu messen hatten. Die Aufgabe des Testpiloten hatte in diesem Jahr der Leiter des Fahrstalles in NRW-Landgestüt Warendorf, Obersattelmeister Christian Koller übernommen, ein schnörkelloser Praktiker mit klarer Sprache und Mut zu eigenständigen Noten. Apropos Noten: Eine interessante Änderung im Ablauf war die Tatsache, dass die Richternoten im Finale erst nach dem Testfahrereinsatz bekannt gegeben wurden. Zwar erläuterte Richter Thunert die Eindrücke der Richterkommission bereits während der Testfahrt, des Rätsels Lösung aber wurde erst danach verkündet. In den Augen vieler Zuschauer ein Element, das erstens die Spannung steigert und zweitens dem Testfahrer ein unvoreingenommenes Urteil erleichtern soll. Auch bei den jüngeren Schweren Warmblütern gab es ein breites Feld, bei dem zumindest die ersten fünf Pferde jederzeit auch die Schärpe des Champions verdient gehabt hätten. Am Ende war es dann der Zweikampf zwischen der fast schon edlen Stute Tara vom Epilog, präsentiert von Karl-Heinz Finkler und der Moritzburger Landbeschäler Capitano von Celsius mit Dirk Hofmann. Den Ausschlag gab letztendlich die Fremdfahrernote, die, so sahen es auch die Zuschauer, doch recht eindeutig für die feinfühlige, geschmeidige und offensichtlich auch besonders angenehm zu fahrende Stute entschied. Der imposante Moritzburger Rappe erreichte Silber, Bronze ging an und die Rappstute Erle von Lombard mit Marleen Fallak, die insgesamt drei Pferde in das Finale pilotiert hatte.

Bei den jüngeren Fahrponys führte kein Weg vorbei an der in Sachsen gezogenen Fahrponystute Delia von Hesselteichs Grimaldi mit Bettina Winkler. Ein überragend trabendes Pony mit höchster Fahrqualität, die Fremdfahrer koller die Sensationsnote 10,0 Wert war. Silber und Bronze gingen an die beiden Haflinger Salvator SCH mit Kathrin Karosser und DSP Merle von Aristorin mit Karl-Heinz Finkler.  Eines war nach diesem Championat sicher: sollte die FEI die WM Junger Fahrpferde jemals an einen anderen Veranstalter als Mezöhegyes vergeben, wäre Moritzburg die erste Alternative. 

 

 

RS2

BundesChampion der 6-7j. Schweren Warmblüter, der Moritzburger Landbeschäler Veritabel mit Obersattelmeister Dirk Hofmann

 

 

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