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Es ist heiss...bitte beachtet dies im Umgang mit unseren Sportpartnern den Pferden! ProPferd... 10 Tipps, um Hitzeproblemen bei Pferden vorzubeugen... Tierärzte der Universität von Kalifornien in Davis raten dazu, Hitzeprobleme bei Pferden sehr ernst zu nehmen – und geben eine Reihe von Tipps, wie man sie vermeiden kann.

Die Tierärzte Dr. John Madigan, Dr. Gary Magdesian und Dr. David Wilson von der Universität von Kalifornien in Davis haben auf dem Gesundheitsportal TheHorse.com eine Reihe von empfehlenswerten Verhaltensregeln zusammengestellt, um Hitzeprobleme bei Pferden hintanzuhalten. Vor allem in den Sommermonaten sind Pferde infolge des Klimawandels immer extremeren Temperaturen ausgesetzt – und diese können leicht zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen und im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen. Hier die wesentlichen Tipps im Überblick:

1) Hitzeprobleme immer ernst nehmen – denn Hitze kann für Pferde tödlich sein: Hohe Außentemperaturen können Pferden schwer zusetzen und zu Dehydrierung, Erschöpfung und Hitzeschlag führen – und in der Folge eine Reihe von Krankheiten und sogar den Tod verursachen. Derartige Probleme sind eine ernste Sache – und Pferdebesitzer müssen geeignete Maßnahmen ergreifen, um den Schutz ihres Pferdes bei Fahrten im Anhänger, bei Wanderritten oder bei Turnieren sicherzustellen.

2) Freien Zugang zu Wasser gewährleisten: Helfen Sie Ihrem Pferd dabei, seinen Flüssigkeitshaushalt stets ausgeglichen zu halten, indem Sie ihm zu jeder Zeit freien Zugang zu Wasser ermöglichen. Es ist ein Mythos, dass ein erhitztes Pferd, das Wasser trinkt, eine Kolik oder andere medizinische Probleme bekommen kann. Lassen Sie niemals eine Gelegenheit vorübergehen, ihrem Pferd zu trinken zu geben. Nur Pferde, die für eine lange Zeit (also viele Stunden oder Tage) kein Wasser zur Verfügung hatten, sollten über einen längeren Zeitraum Wasser nur in kleineren Mengen zu sich nehmen. Lassen Sie Ihr Pferd auch auf dem Anhänger Wasser trinken oder nach einem Bewerb auf einem Turnier.

Hinweis: Du kannst ein Pferd zwar zum Wasser führen, aber du kannst es nicht zum Trinken zwingen, sagt ein altes Sprichwort. Das ist wahr – doch man kann seinem Pferd z. B. ein wenig Heu anbieten, und danach wird es in vielen Fällen bereitwillig trinken. Eingeweichte Futtermittel oder Mash sind weitere Möglichkeiten, eine Extra-Portion Wasser ins Pferd zu bringen.

3) Ermöglichen Sie Ihrem Pferd soviel Schatten wie möglich!

4) Setzen Sie Ihr Pferd während der heißesten Stunden des Tages nur begrenzt ein!

– Reiten Sie Ihr Pferd wenn möglich in den frühen Morgenstunden, wenn es noch kühler ist;

– Wenn Sie am Turnier sind: Sprechen Sie mit dem Veranstalter, ob er an besonders heißen Tagen nicht den Zeitplan anpassen kann und Bewerbe am Nachmittag, wenn die Temperaturen am heißesten sind, eventuell nach vor oder nach hinten verlegt;

– Verkürzen Sie Ihre Reitzeit;

– Reduzieren Sie das Tempo und sorgen sie dafür, dass Ihr Pferd regelmäßige Pausen im Schatten erhält;

– Ermutigen Sie Ihr Pferd zu trinken, wann immer es möchte!

5) Belüftung ist ein Schlüsselfaktor: Sorgen Sie für offene Lüftungsschlitze und Fenster auf Anhängern, die man für den Durchzug öffnen kann (Aber achten Sie darauf, dass ihr Pferd während des Transports niemals den Kopf aus dem Anhänger stecken kann!)

6) Achten sie auf Anzeichen von Müdigkeit oder Überhitzung bei ihrem Pferd und bleiben Sie stehen, bevor sich ernsthafte Zeichen von Erschöpfung bemerkbar machen. Achten Sie insbesondere auf:

– eine anhaltend hohe Atemfrequenz, die auch nach einer Ruhephase von 10 bis 30 Minuten nicht absinkt (normal sind 20 bis 40 Atemzüge pro Minute)

– ein verändertes Temperament, bei dem ihr Pferd energielos wirkt und nur widerstrebend mitmacht;

– trockene Schleimhäute (etwa beim Zahnfleisch) im Maul (diese sollten sich tatsächlich ,schleimig' anfühlen)

– eine längere Kapillar-Füllzeit (Test: Man drückt mit der Fingerkuppe auf die Maulschleimhaut, etwa oberhalb der Schneidezähne, und lässt wieder los. Innerhalb von etwa einer Sekunde sollte die weißlich-helle Druckstelle wieder so rosig aussehen wie zuvor. Wiederholen Sie diesen Test mehrmals den Tag über. Wenn sich diese Kapillar-Füllzeit verlängert, dann sagt Ihnen Ihr Pferd damit: Stop – ich brauche eine Pause und Wasser! Sollten auch noch Anzeichen einer Kolik oder von Muskelschmerzen auftreten, dann bleiben Sie bei Ihrem Pferd und holen Sie den Tierarzt.)

– einen Mangel an Darmgeräuschen: Hören Sie ihr Pferd am Anfang des Tages ab (wenn Sie kein Stethoskop haben, dann halten sie Ihr Ohr einfach an die Flanke des Pferdes, gleich hinter den Rippen): Sie sollten gurgelnde Geräusche auf beiden Seiten des Bauches hören – das ist normal und gut. Ein Mangel an Darmgeräuschen ist eine Warnung, dass ihr Pferd kurz vor einer Dehydrierung oder Erschöpfung steht.

7) Überlegen Sie die Verwendung von Ventilatoren: Falls Ihr Pferd in einem Stall mit geringer Durchlüftung steht, können Sie für mehr Luftzirkulation sorgen, indem sie vor der Box bzw. in der Stallgasse sorgfältig einen Ventilator platzieren. Dabei ist selbstverständlich darauf zu achten, dass die elektrischen Kabel für die Pferde unerreichbar bleiben.

8) Spritzen Sie Ihr Pferd mit einem Schlauch ab oder übergießen Sie es mit einem Eimer. Kühles Wasser ist gut, aber lauwarmes (nicht heißes!) Wasser ebenso. Die Verdunstung sorgt für Abkühlung – und das ständige Abspritzen mit einem Schlauch ist eines der effektivsten Mittel, um die Körpertemperatur eines Pferdes zu senken.

(Hinweis: Beim Abspritzen oder Abgießen niemals eiskaltes Wasser verwenden, das könnte den Kreislauf zusätzlich belasten. Wenn das Pferd zurückweicht oder sich verspannt, ist das Wasser eindeutig zu kalt! Das Wasser sollte man immer langsam und behutsam einsetzen, das ist für das Pferd schonender und angenehmer! Beim Abkühlen immer herzfern beginnen, am besten bei den Hufen, dann die Beine aufwärts und schließlich von hinten nach vorn. Wie man richtig und pferdefreundlich kühlt, kann man in diesem Artikel nachlesen!)

9) Stellen Sie auf längeren Transporten bzw. Reisen eine Wasserquelle zur Verfügung – ihr Pferd soll ständig trinken können. Ausreichende Wasservorräte in sauberen Kanistern bzw. Behältern sind auf jeder Reise unverzichtbar.

10) Wenn Ihr Pferd sehr stark geschwitzt hat, sind Elektrolyte nützlich und notwendig. Verwenden Sie diese nur, wenn das Pferd danach auch ausreichend Wasser zu sich nehmen kann. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt beraten, wenn Sie zuvor noch keine Elektrolyte verwendet haben. Verwenden Sie ausschließlich Elektrolyte, die speziell für Pferde hergestellt wurden!

Hitze-Tipps für das Fahren im Anhänger
Wenn Sie Ihr Pferd im Anhänger transportieren müssen, tun Sie das am besten in den Morgenstunden oder später am Abend, wenn es kühler ist. Lassen Sie Ihr Pferd niemals auf dem Anhänger – ganz besonders nicht, wenn dieser nicht im Schatten steht. Wie in einem geparkten Auto können auch in einem Anhänger die Temperaturen sehr rasch 60 Grad Celsius oder mehr erreichen – die Gefahr eines Hitzeschlags droht! Sorgen Sie für soviel sichere Belüftung und Frischluftzufuhr, wie es der Transport auf der Straße zulässt. Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie Fohlen transportieren – diese sind für Hitze noch anfälliger als erwachsene Pferde.

ProPferd LogoIn Kooperation mit dem Pferdesport Magazin ProPferd.at

Wir danken für die Erlaubnis der Veröffentlichung des Artikels, vom 20.6.2017, bei Leopold Pingitzer.

 

 

Pferde & Hitze No.1

Die Temperaturen steigen... der Sommer ist da! Pferde überhitzen bis zu zehnmal schneller als Menschen. Vorsicht beim Pferdetraining an schwülen Sommertagen: Wie eine Studie kanadischer Forscher ergab, laufen Pferde selbst bei moderater Belastung viel schneller heiß als Menschen - und sind dann deutlich anfälliger für die negativen Auswirkungen von Hitzestress.

"Bei heißem, feuchtem Wetter reichen 17 Minuten Trainings in mäßiger Intensität aus, um die Körpertemperatur eines Pferdes auf gefährliche Werte zu erhöhen. Beim Menschen dauert das drei- bis zehnmal so lange. Pferde spüren die Wärme viel intensiver, als wir es tun“, erklärt Professor Michael Lindinger, Veterinär und Sportmediziner an der Universität von Guelph in Kanada, gegenüber dem neuseeländischen Pferdemagazin horsetalk.nz.

Die Auswirkungen können gravierend sein. Wenn die Körpertemperatur über den normalen Bereich von 37 bis 38 Grad Celsius auf 41 Grad ansteigt, erreicht die Temperatur in den Pferdemuskeln Werte von bis zu 43 Grad. Bei dieser Temperatur beginnt eine Zersetzung der körpereigenen Proteine. Blutdruckabfall, Koliken und Nierenversagen sind die Folgen einer dauerhaften Überhitzung.

Dass Pferde anfälliger für Hitze sind, liegt vor allem an dem höheren Anteil an aktiven Muskeln, die während des Trainings zusätzlich Wärme erzeugen. Um sich abzukühlen reagiert der Pferdekörper mit Schwitzen. Bis zu 20 Liter Schweiß produziert er bei starker Anstrengung, wenn das Wetter kühl und trocken ist. Bei schwüler Hitze steigt die Schweißproduktion auf bis zu 30 Liter pro Stunde an - und ist dennoch lange nicht so effektiv wie bei trockenen Verhältnissen. Weil die Luft ringsum schon stark feucht ist, nimmt sie neuen Dampf nicht mehr so gut auf, der Kühlvorgang wird stark beeinträchtigt. Um den Pferdekörper legt sich ein warmes Polster, darunter rinnt der Schweiß ungenutzt zu Boden. Das sind besonders für das Pferd schlechte Voraussetzungen, zumal es für die effektive Kühlung ohnedies nur 25 bis 30 Prozent seines Schweißes nutzen kann. Zum Vergleich: Beim Menschen liegt dieser Wert mit 50 Prozent deutlich höher.

Schädlicher Elektrolytverlust

Wer so viel schwitzt, verliert viel Salz (Elektrolyte). Das gilt im besonderen Maße für Pferde, deren Schweiß bis zu viermal so viel Salz enthält wie der des Menschen. „Diese Salze müssen ersetzt werden“, sagt Lindinger. Reines Wasser bringt in einem solchen Fall nicht den gewünschten Effekt – es kann sogar schädlich sein. „Wenn dehydrierte Pferde nur Wasser trinken, verdünnen sich ihre Körperflüssigkeiten, und ihre Körper reagieren darauf, indem sie versuchen, mehr Wasser loszuwerden – womit sie zusätzlich Elektrolyte verlieren“, erklärt Professor Lindinger das Problem.

Weil Elektrolyte der Aufrechterhaltung lebenswichtiger Vorgänge innerhalb der Zellen dienen, kann ein Mangel je nach Ausprägung einen deutlichen Leistungsabfall nach sich ziehen. Die Folgen sind Muskelverkrampfungen bis hin zu Herzrhythmusstörungen und Nervenschäden in schwerwiegenden Fällen. Pferde, die viel geschwitzt haben, benötigen deshalb eine spezielle Elektrolytlösung, die den körpereigenen Salzhaushalt wieder ins Gleichgewicht bringt.

 

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Langsame Gewöhnung ist wichtig

Wer die negativen Auswirkungen von Hitzestress vermeiden will, verlegt sein Training an heißen Tagen am besten auf die kühlen Morgen- und Abendstunden. Wem eine unvermeidliche Anstrengung in der Mittagshitze bevorsteht, der sollte sein Pferd langsam an die Belastung heranführen. Hat es die Möglichkeit sich über mehrere Tage hinweg für die bevorstehende Aufgabe zu akklimatisieren, verkraftet es einen Einsatz bei Hitze besser. Mit der richtigen Vorbereitung muss also auch an schwülen Tagen nicht aufs Reitvergnügen verzichtet werden, wenngleich zum Wohle des Pferdes hinsichtlich der Anforderungen idealerweise doch Abstriche gemacht werden sollten.

Cool-down für überhitze Pferde

Ist Ihr Pferd heiß gelaufen, sollten Sie es im Schatten – idealer Weise bei einer leichten Brise – langsam wieder auf Normaltemperatur herunterkühlen lassen. Hilfreich sind zu diesem Zweck auch Güsse mit laufwarmem Wasser. Überschüssige Feuchtigkeit sollte mit einem Schweißmesser aus dem Fell entfernt werden, so wird der Kühlprozess in Gang gehalten. „Durch regelmäßiges Abgießen und Abziehen können Sie die Körpertemperatur eines Pferdes innerhalb von zehn Minuten um bis zu zwei Grad abkühlen“, erklärt Sportmedizinier Michael Lindinger.
 
Danke für die Freigabe dieses tollen Berichts an pferderevue.atPamela Sladky

Foto: István Vida-Szűcs

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